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Auf den Hitzeschieldern der Module Kwant-1, Kwant-2,
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Der Basisblock welches das erste Modul der russischen Raumstation MIR war, wurde am
19.Februar 1986 um 22:29 Uhr MEZ vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet. In den
weiteren 10 Jahren folgten dann die Module Kwant-1, Kwant-2, Kristall, Spektr, das
amerikanische Kopplungsmodul und zuletzt Priroda. Insgesamt arbeiteten und lebten in 15
bemannten Jahren 28 Stammbesatzungen und mit 8 Space Shuttle Besuche, 104 Kosmonauten und
Astronaten aus elf Nationen auf der Raumstation MIR. Am 23.März 2001 wurde sie nach eimer
Flugzeit von 5510 Flugtagen, 8 Stunden, 28 Minuten und 3.702.958.000 zurückgelegten
Kilometern, in der 86331.Erdumrundung um 06:57 Uhr MEZ mit einen Wiedereintrittsmanöver
in den Pazifischen Ozean kontrolliert versenkt.
Die MIR machte sechs Überflüge pro Tag über Deutschland. Von diesen wiederum waren im
Gegesatz zur ISS, in den ersten fünf Überflügen Kommunikation zum russischen
Flugleitzentrum ZUP (Zentr Uprawlenija Poletami, dt. Zentrum für die Leitung von Flügen)
in Koroljow 25km nordöstlich vom Stadtzentrum Moskau möglich. Im Juli 1996 wurde die
Stadt Kaliningrad bei Moskau mit 161.200 Einwohnern in Koroljow nach dem russischen
Konstrukteur von Trägerraketen und Raumflugkörpern Sergej Pawlowitsch Koroljow
umbenannt. Die Überflüge eins bis drei übernahmen die Bahnverfolgungstationen
Schtscholkowo (55.55°N, 37.59°O) die 7,5km östlich vom Flugleitzentrum ZUP in Koroljow
liegt und Krasnoje Selo (59.40°N, 29.50°O) welche sich 45km südwestlich von Sankt
Petersburg befindet. Die Überflüge vier und fünf verflogte Jewpatorija (45.12°N,
33.22°O) welche an der Westküste der Halbinsel Krim in der Ukraine liegt. In den Flügen
der deutschen ESA-Astronauten in den Missionen MIR'92, EUROMIR94, EUROMIR95 und MIR'97
übernahm das GSOC (German Space Operations Center) in Oberpfaffenhofen (48.05°N,
11.16°O) 23km westlich von München zusätzlich die Aufgabe als Bahnverfolgungsstation.
Oberpfaffenhofen bestannt aus vier 12 Element VHF Yagis für den Duplex-Betrieb zwischen
MIR und Oberpfaffenhofen was über den Eutelsat-II-F4 nach ZUP überspielt wurde und zwei
18 Element UHF Yagis der "Ham Radio Group DF0VR" für Experimente oder private
Kontakte über die SAFEX II Station an Bord von Priroda. Die gesammte Antennenanlage wurde
mit einen Rotor von Egis gesteuert.
Kommunikation war von den MIR-Besatzungen in der nomalen Arbeitszeit von 6-21 Uhr ME(S)Z
(8-23 Uhr Moskauer Zeit MSK bzw. MSD) immer zuerwarten, da die VHF-Kommunikation auch
zugleich die Hauptkommunikation der Raumstation MIR war. Wenn einmal keine
VHF-Kommunikation aktiv war, konnte man davon aus gehen, daß man die zweite Möglichkeit
über das Lira-System mit einer analogen Übertragung im Ku-Band nutzte. Hierfür
war am MIR-Basisblock eine bewegliche Parabolantenne mit 1,20m Durchmesser mongtiert. Mit
dem Lira-System konnte eine 2-Wege-Kommunikation mit einen Videokanal und vier Phonie und
FAX Kanälen, über das Al'tair bzw. SDRN (Satellite Data Relay Network) durchgeführt
werden. SDRN bestand aus bis zu drei geostationären Satelliten die eine Funktionsdauer
von ca.5 Jahren hatten. Die MIR kommunizierte mit dem Lira-System auf 15.155 GHz zum
Satelliten und auf 13.528 GHz der Satellit zur MIR. Der Satellit für Europa und zugleich
letzte aktive des Systems war Luch-0 auf 16° West. Die Video-Übertragungen aus der Umlaufbahn in SECAM auf 10.835 GHz von
Luch-0, konnte man ohne Probleme mit einer ab 1,20m Parabolantenne und einen analogen
Satellitenreseiver über 16° West in Europa empfangen. Um auch zu wissen was in der Welt
geschied, hatten die MIR-Besatzungen über das UHF Klest-M TV-System regelmäßig meistens
im letzten möglichen Überflug einer russischen Bahnverfolgungsstation, russische
TV-Nachrichten zugespielt bekommen. Hierbei war auch meistens der VHF-Downlink weiter
aktiv und man konnte so den TV-Ton im Hintergrund von den TV-Nachrichten hören. In der
Zeit des unbemannten Fluges der MIR war regelmäßig das BR9ZU Telemetrie-System in der PCM-FM Modulation auf 166 MHz aktiv, wo der
aktuelle Zustand der Systeme der Raumstation kontrolliert wurde.
In so mancher klaren Sommernacht habe ich bis zu fünf sichtbare Überflüge der MIR am
Nachthimmel beobachten können. Das letzte Mal habe ich sie am Freitag den 09.März 2001
von 18:31-18:39 Uhr MEZ mit einer maximalen Elevation von 30° von meinen Wohnort Dresden
beobachtet und mich natürlich von Ihr verabschiedet. Bei diesem Überflug hatte die MIR
nur noch eine Flughöhe von 250km. Einen sehr interessanten sichtbaren Überflug hatte ich
ein paar Tage davor am 05.März 2001 beobachten können. Hier gab es in der hohen
Elevation zwei sehr helle Flares in einen kurzen Abstand, was ich bis dahin noch nie bei
der MIR beobachtet hatte. Ulrich Beinert von www.analemma.de konnte sogar von diesen
Überflug noch ein Foto schießen.
Ab 1996 habe ich regelmäßig wenn es meine Zeit zugelassen hat, die Kommunikation von der
MIR verfolgt. In diesen Zeitraum habe für zwei Jahre ein Logbuch von 08/96-04/98 geführt, da ich noch keinen Computer für die
Berechnung der Überflüge besaß und ich mir mit der Hilfe der älteren gehörten
Überflugzeiten mir die Überflüge selber berechnen mußte.
Objekt |
Objekt Nr. |
Frequenz |
Bezeichnung |
Doppler-Effekt / Modulation |
| MIR (SM) | 16609 | 121,750 MHz | Notfrequenz (Backup aus Sojus TM) | ±3kHz / FM |
130,164 MHz |
VHF-2 Sprechfunk und Packet-Radio zu ZUP, zu Sojus und dem Space Shuttle Der Uplink ist auf 121,750MHz. TORU Steuerung für Progress |
±3kHz / FM | ||
143,618 MHz |
Übertragung des Sprechfunks der Kosmonauten im Orlan-Raumanzug während Außenbordaktivitäten zu ZUP |
±3kHz / FM | ||
|
|
143,622 MHz |
VHF-1 Sprechfunk und Packet-Radio zu ZUP und dem Space Shuttle Der Uplink ist auf 139,208MHz. |
±3kHz / FM |
145,800 MHz |
Amateurfunk-Frequenz für QSO's und Packet-Radio 1200bps AFSK AX.25 für PMS via Digipeater R0MIR. |
±3kHz / FM | ||
145,940 MHz |
Amateurfunk-Frequenz für private Komm. der Kosmonauten zu ihren Familien. |
±3kHz / FM | ||
145,985 MHz |
Amateurfunk-Frequenz für QSO's, Packet-Radio 1200bps AFSK AX.25 für PMS via Digipeater R0MIR und SSTV in Robot 36. |
±3kHz / FM | ||
166,000 MHz |
BR9ZU8 Telemetrie-System in PCM-FM Die beiden Signalspitzen der PCM Übertragung lagen bei etwa 165,879 MHz und 166,135 MHz |
±3kHz / PCM-FM | ||
463,000 MHz |
UHF Klest-M TV-System | |||
628,000 MHz |
BITS (Bord-Informations-Telemetrie-System) in 256kbps PCM-FM |
±15kHz / PCM-FM | ||
630,000 MHz |
BITS (Bord-Informations-Telemetrie-System) in 256kbps PCM-FM |
±15kHz / PCM-FM | ||
636,000 MHz |
BITS (Bord-Informations-Telemetrie-System) in 256kbps PCM-FM |
±15kHz / PCM-FM | ||
638,000 MHz |
BITS (Bord-Informations-Telemetrie-System) in 256kbps PCM-FM |
±15kHz / PCM-FM | ||
644,000 MHz |
BITS (Bord-Informations-Telemetrie-System) in 256kbps PCM-FM |
±15kHz / PCM-FM | ||
Kwant-1 |
17845 |
922,760 MHz |
Kwant Kommando-System Downlink 914,8-930,8 MHz Wurde für die Steuerung der unbemannten MIR verwendet. |
±22kHz / FM |
Spektr |
23579 |
634,000 MHz |
BITS (Bord-Informations-Telemetrie-System) in 256kbps PCM-FM |
±15kHz / PCM-FM |
Priroda |
23848 |
437,925 MHz |
Amateurfunk SAFEX II QSO Mode | ±10kHz / FM |
437,950 MHz |
Amateurfunk SAFEX II Repeater Mode | ±10kHz / FM | ||
437,975 MHz |
Amateurfunk SAFEX II Packet-Radio Mode 9600bps FSK AX.25 |
±10kHz / FM |
Mitschnitte vom Funk der MIR in den letzten drei Tage der MIR Crew-27:
MIR Crew-27 4934.Flugtag
77227.Erdumrundund (25.08.1999 07:03-07:13MESZ max.Elv.84°) von 07:03MESZ auf 130,164MHz
MIR Crew-27 4934.Flugtag
77228.Erdumrundund (25.08.1999 08:39-08:49MESZ max.Elv.81°) von 08:38MESZ auf 130,164MHz
MIR Crew-27 4934.Flugtag
77229.Erdumrundung (25.08.1999 10:14-10:24MESZ max.Elv.39°) von 10:15MESZ auf 143,622MHz
Der französische ESA-Astronaut Jean Pierre Haignere spricht mit der Bodenstation.
MIR Crew-27 4935.Flugtag
77243.Erdumrundung (26.08.1999 07:31-07:41MESZ max.Elv.77°) von 07:33MESZ auf 143,622MHz
Mit dem früher oft gehörten Packet-Radio während der Unterhaltung.
MIR Crew-27 4935.Flugtag
77244.Erdumrundung (26.08.1999 09:06-09:16MESZ max.Elv.70°) von 09:08MESZ auf 143,622MHz
MIR Crew-27 4936.Flugtag
77260.Erdumrundung (27.08.1999 09:33-09:43MESZ max.Elv.35°) von 09:33MESZ auf 145,985MHz
Letzte empfangene Überflug der MIR Crew-27 von Deutschland aus. Der französiche
ESA-Astronaut Jean Pierre Haignere machte nur noch Amateurfunk mit dem SSTV-Abschiedsbild.
72.EVA und letzte von der MIR mit der
MIR Crew-28 5195.Flugtag 81357.Erdumrundung (12.05.2000 19:42-19:52MESZ max.Elv.79°) auf
143,618MHz EVA-Frequenz
Die Kosmonauten waren mit der EVA fertig und befanden sich
innerhalb der Luftschleuse. Alexander Kaleri emfing den Funkkontakt zu ZUP über die
deutsche Bahnverfolgungsstation des DLR's (GSOC) in Oberpfaffenhofen 23km westlich von
München. Auf englisch teilte er Grüße zu den Bedienern von GSOC mit und drückte seine
Dankbarkeit für die Unterstützung der Weiterleitung der Kommunikation aus, da man von
der russischen Seite her Probleme mit der Kommunikation hatte.
Während des bemannten Fluges der Raumstation MIR konnte man regelmäßig über Deutschland Packet-Radio auf der VHF-1 (143,622 MHz) oder auch auf der VHF-2 (130,167 MHz) empfangen. Dieses System diente für die Stammbesatzung auf der MIR, wo so technische Informationen und Arbeitspläne für die Stammbesatzung übertragen wurden. Es stammte ursprünglich aus dem Amateurfunk und wurde dann später für die dienstliche Kommunikation übernommen. Dieses System gab es auch auf der ISS, wo es auch in der Zeit der ersten Stammbesatzungen zum Einsatz kam. Nach dem Ausbau der Kommunikationsmöglichkeiten auf der ISS, werden heutzutage all diese Daten über das amerikanische TDRS-System übertragen.
Reinhold Ewald in der Raumstation MIR empfangen
zwischen den 18.-26.02.1997 auf 143,622MHz
Communications and Tracking
Subsystem
Radio Systems of Soviet/Russian manned Spacecraft MIR
![]() Von der abfliegenden Sojus TM-8 am 19.02.1990 fotografiert. |
Mit dem Start von Progress-38 am 09.September 1988, wurde das erste Afu-Equipment
bestehend aus einen 2-m-Band Yaesu FT290R Transceiver und einer 2-m-Band GP-Antenne zur
Raumstation MIR gebracht. Darauf hin installierten die Kosmonauten Wladimir Titow und
Mussa Manarow am 20.Oktober 1988 in der 6.MIR-EVA die 2-m-Band GP-Antenne am
MIR-Basisblock. Zu dieser Zeit hatte die Raumstation MIR die Form eines Stiefels und
bestand nur aus den MIR-Basisblock und den Modulen Kwant-1 und Kwant-2 (Kwant bzw. Quant =
kleinste physikaliche Einheit). Die Afu-Station arbeitete auf den Frequenzen 145,550 MHz
und 145,400 MHz. Im Rahmen des 9-Tage-Fluges der britischen Astronautin Helen Sharman im
Mai 1991, wurde eine eigene Afu-Ausrüstung mit dem Versorgungsflug der Progress M-6 im
Januar 1991 zur MIR gebracht. Sie bestand aus dem 2-m-Band Transceiver Icom IC-228A/H,
einen PacComm 1k2 AFSK TNC und einen IBM-kompatiblen Laptop. Mit dieser Afu-Ausrüstung
hielt sie als GB1MIR auf der 145,550 MHz mehrere Afu-Schulkontakte für das "The
Earth from Space" Schulprojekt. Am 21.Mai 1991 mitten in einem QSO mit Schülern
wurde das Gespräch durch das Absinken der Bordspannung unterbrochen, da die Sonnenflügel
nicht optimal zur Sonne ausgerichtet waren. Ende Januar 1991 begann der erste
Packet-Radio-Betrieb unter dem Rufzeichen "U2MIR" von der Raumstation MIR, mit
der Afu-Ausrüstung von der britischen Astronautin Helen Sharman. Anfangs war der
Packet-Radio-Betrieb nur zunächst zeitweise auf der 144,625 MHz oder 144,675 MHz aktiv.
Später aber legte man sich für die 145,550 MHz fest. Im Oktober 1991 brachte der
österreichische Astronaut Franz Viehböck, OE0MIR für sein Amateurfunk-Projekt
"AREM" (Amateur Radio Experiments on MIR) einen Alinco DJ-120 Transceiver mit
zur MIR, mit diesem er einige QSO's und Schulkontakte auf der Frequenz 145,975 MHz
durchgeführt hatte. Noch an Bord der MIR hatte er 25 ausgefüllte QSL-Karten und 10
Urkunden der beteiligten Schulen, mit dem begehrten MIR-Bordstempel abgestempelt. Der
erste deutsche DLR-Astronaut Klaus-Dietrich Flade, DL1MIR, brachte im März 1992 einen
digitalen Sprachspeicher mit zur Raumstation MIR. In der 40.MIR-EVA am 13.September 1994
wurde die alte 2-m-Band GP-Antenne durch eine neue "Larsen" Dual-Band für
2-m/70-cm-Band (ANT-GP/7700N) Antenne von den Kosmonauten Juri Malentschenko und Talgat
Mussabajew ersetzt. Diese kam zusammen mit dem neuen Kenwood TM-733A Dual-Band Transceiver
für das 2-m/70-cm-Band und dem PacComm "Spirit-2" 9k6 TNC an. Laut der IARU
wurde jetzt die Downlinkfrequenz 145,800 MHz für den Amateurfunkbetrieb aus bemannten
Raumfahrzeugen festgelegt und von der MIR auch genutzt. Am 26.Mai 1996 koppelte das neue
und letzte Modul Priroda (dt. Natur) an die Raumstation MIR an. Priroda enthielt einen
eingebauten 70-cm-Band Icom IC-4020 Transceiver für die SAFEX II (Space AmateurFunk
EXperiment) Station mit dem Rufzeichen "RR0DL" und einen digitalen
Sprachspeicher mit einer Speicherkapazität für bis zu 2 Minuten Länge. Für die SAFEX
II Station gab es am Kopfende von Priroda drei in jeweils 90° versetzte 70-cm-Band
Antennen. Am 21.Juli 1996 erfolgte der erste
Test mit dem Einsatz des digitalen
Sprachspeichers mit einer Message in russisch und englisch von Shannon
Lucid. Im Juni 1997 war vor allem an den Wochenenden, mehrere Male nach 21 Uhr in der
verdienten Ruhezeit der MIR-Besatzung, die 70-cm-Band SAFEX II Station im Repeater-Modus
über Europa aktiv. Hierbei benutze man eine CTCSS-Kodierung für die Öffnung der
Rauschsperre der SAFEX II Station, um eine mögliche anderwertige Nutzung der Frequenz im
Uplink nicht mitzubekommen. Schon mit einer normalen Rundstrahlantenne war die SAFEX II
Station sehr gut zu empfangen. Auf dem Repeater war der gleiche Ansturm wie man es auch
schon von den Phonie-Transpondern der Amateurfunk-Satelliten kannte.
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Nach dem Manöverunfall am 25.Juni 1997 wo das Versorgungsraumschiff Progress M-34 mit dem Modul Spektr kollidiert war, wurde aus Energiegründen die 2-m-Band und die 70-cm-Band SAFEX II Station deaktiviert. Im Januar 1998 war die Wiederaufnahme und Aktivierung der 2-m-Band Afu-Station für Phonie und das Packet-Radio PMS (Personal Message System) "R0MIR", auf der Ausweichfrequenz 145,985 MHz. Die 70-cm-Band SAFEX II Station mit dem Repeater habe ich nach dem Manöverunfall bis auf eine Ausnahme am 11.November 1997 nie wieder gehört. Am 25.Oktober 1998 startete das Versorgungsraumschiff Progress M-40 mit dem SSTV-Equipment zur Raumstation MIR. Die Installation der SSTV-Station welche hauptsächlich aus einen Kenwood TM-V7A Dual-Band Transceiver für das 2-m/70-cm-Band, einen Stand-Alone-SSTV-Konverter "TSC-70" von der Firma Tasco Electronic und einen LCD-Bildschirm bestand, wurde im Dezember 1998 mit Hilfe eines 2-m-Band-Diplexers an einer der 70-cm-Band Antennen der SAFEX II Station am Priroda Modul angeschlossen. Dies war nötig geworden, da man in der 59.MIR-EVA am 3.November 1997 die "Larsen" Dual-Band Antenne am MIR-Basisblock unbrauchbar beschädigt hatte. Während der 60.MIR-EVA drei Tage später, wurde die "Larsen" Dual-Band Antenne vom MIR-Basisblock entfernt und im Sommer 1998 durch eine neue ersetzt, die aber lange Zeit für die Benutzung nicht freigegeben wurde. Die ersten SSTV-Bilder wurden am 12.Dezember 1998 über den USA von Funkamateuren empfangen. Am Samstag den 19.Dezember 1998 in dem 15Uhr Überflug habe ich mein erstes SSTV-Signal auf der 145,985 MHz empfangen können. Seit dem wurde an den Wochenenden in der feien Zeit der Kosmonauten gelegentlich die SSTV-Station an der Stelle von Packet-Radio über die Frequenz 145,985 MHz aktiviert. Hierbei nutzte man für die Übertragung der SSTV-Bilder das schnelle "Robot 36" Verfahren, wo man etwa pro Bild nur 36 Sekunden brauchte. Im Automatischen Modus der SSTV-Station wurde aller zwei Minuten ein Bild ausgesendet, so das man bis zu fünf Bilder pro Überflug empfangen konnte. Am 25.August 1999 hatte man die 2-m-Band Afu-Station für Packet-Radio PMS und SSTV wieder in den MIR-Basisblock verlegt und an die neue Dual-Band Antenne angeschlossen. Mit der letzten Stammbesatzung (MIR Crew-28) endete schließlich das Projekt Amateurfunk auf der Raumstation MIR.
Dekodiert hatte ich die SSTV-Bilder mit "W95SSTV". Damals war ich noch nicht so erfahren mit SSTV und hatte die Funktion mit dem Schräglauf noch nicht so raus.
Ausschnitt aus einem QSO mit
Thomas Reiter, DF4TR/DP0MIR und Schülern der Schulfunkstation DL0ETA des E.T.A.
Hoffmann-Gymnasium Bamberg vom 28.11.1995 um 7:50MEZ auf 145,800MHz
Automatische Aussendung von Thomas Reiter,
DF4TR/DP0MIR über die Afu-Anlage auf der russischen Raumstation MIR vom Dezember 1995 auf
145,800MHz
Der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter, DF4TR/DP0MIR, hatte zu
den Weihnachtsfeiertagen und zu Neujahr 1995/96, Grüße an die Funkamateure in aller Welt
aus der Raumstation MIR gesendet. Die Grußbotschaft wurde von Thomas Reiter in den von
Thomas Kieselbach, DL2MDE, konstruierten und von Klaus-Dietrich Flade, DL1MIR in der
MIR'92 Mission mitgebrachten Digitalen Sprachspeicher aufgenommen und anschließend in
ständiger Wiederholung über die 2-m-Band Afu-Station von der Raumstation MIR auf 145,800
MHz ausgesendet.
Ausschnitt aus einem QSO mit Thomas Reiter,
DF4TR/DP0MIR und Schülern der Schulfunkstation DL0RSW der Personn-Realschule Göttingen
vom 24.01.96 auf 145,800MHz
Thomas Reiter, DF4TR/DP0MIR der sich 180 Tage an Bord der
Raumstation MIR aufgehalten hatte, tätigte in dieser Zeit 25 Schulkontakte nach
Deutschland, einen nach Frankreich und einen nach Großbritannien.
Afu QSO-Betrieb der MIR mit dem ESA-Astronauten Thomas
Reiter (DF4TR/DP0MIR) der MIR Crew-20 und dem deutschen Funkamateur Christian Windhövel,
DL2YFF vom Amateurfunk Klub DF0UK der Universität Karlsruhe 3649.Flugtag
57124.Erdumrundung (17.02.1996 20:40-20:50MEZ max.Elv.51°) auf 145,800MHz
Automatische
Test-Aussendung von Shannon Lucid über die SAFEX II Anlage RR0DL auf der russischen
Raumstation MIR vom 14.08.1996 auf 437,925MHz
Waleri Korsun war einer der Kosmonauten der sehr viel Amateurfunk
an Bord der Raumstaion MIR betrieben hatte. Während seines Aufenthaltes vom 19.August
1996 bis 02.März 1997 als Mitglied der MIR Crew-22 Mannschaft, konnte man ihm
regelmäßig Abends nach 21:00 Uhr auf der 145,800 MHz hören, wie er QSO's mit
Funkamateuren getätigt hatte, wenn es abendliche Überflüge von der MIR über Europa
gab.
Amateurfunk von der MIR im
QSO-Betrieb von dem Kosmonauten Waleri Korsun der MIR Crew-22 und dem deutschen
Funkamateur Klaus Burchardt, DL4YCC 4008.Flugtag 62726.Erdumrundung (10.02.1997
17:02-17:10MEZ max.Elv.10°) ab 17:06MEZ auf 145,800MHz
Auf der Homepage von Klaus Burchardt, DL4YCC kann
man die QSL-Karte von dem QSO mit Waleri Korsun sehen und auch einen eigenen Mitschnitt
hören.
2.Automatische Aussendung von
Reinhold Ewald, DL2MIR über die SAFEX II Anlage RR0DL auf der russischen Raumstation MIR
vom 13.02.1997 auf 437,925MHz
7.Automatische Aussendung von
Reinhold Ewald, DL2MIR über die SAFEX II Anlage RR0DL auf der russischen Raumstation MIR
vom 20.02.1997 auf 437,925MHz
unbekanntes Signal auf 146,435 MHz
Im November 1999 wurde ich durch den Scannerfreund Jochen Muetzel auf eine Frequenz
aufmerksam gemacht, die ein sonderbares Datensignal hervor brachte. Es war die 146,435 MHz
in der Modulationsart USB die wir beide empfangen haben, ob wohl wir doch aber mit etwa
600km von einander unsere Wohnorte haben. Wir dachten beide gleich an einen Satelliten,
von den mir aber leider nichts bekannt ist. Das Datensignal von dem ich auch den
Mitschnitt gemacht habe, konnte man jeden Abend etwa zwei Stunden hören, bis es doch
recht schnell wieder mit einmal weg war. Meine Theorie ist, daß es vielleicht ein
Satellit mit einer hohen elliptischen Umlaufbahn gewesen ist, den man so jeden Tag
regelmäßig zur gleichen Zeit ein paar Stunden am Stück hören konnte. Leider habe ich
mich damals nicht allzu lange mit der Sache beschäftigt.
Wie ich selber Nachforschungen im Netz betrieben hatte, konnte ich z.B. lesen, daß man
die Frequenz in den USA für sogenannte Amateur-Helium-Ballons und auch für
Hobby-Miniraketen nimmt. In beiden Fällen wird dann auf der 146,435 MHz Telemetrie
ausgesendet. Ob es aber etwas mit der Sache zu tun hat die wir empfangen haben, kann ich
leider nicht genau sagen.
Wenn es einen Leser gibt der mir näheres darüber Erklären kann, der möge sich doch
bitte mal per E-Mail bei mir melden!
Ein kleiner Mitschnitt des Signals auf
146,435MHz USB
Der SO-35 (Sunsat) hatte einen Phonie-Transponder
der mit großer Leistung sendete hatte, und deswegen schon mit einen einfachen Handscanner
mit Aufsteckantenne empfangbar war. Er wurde aber nur ein paar mal am Tag für wenige
Minuten eingeschaltet, weil sein Energiehaushalt nicht mehr für das Senden zugelassen
hatte. Wann dies ist immer war konnte man auf der Homepage von Sunsat erfahren. Unter
anderen hatte er noch eine Sprachspeichereinheit "Parrot Repeater" (wird auch
Papagei genannt), die auf 145,825 MHz arbeitete. Nach dem er einen einzelnen Ton sendet
schaltete sich der SO-35 auf einen 10 Sekunden Empfang eingestellt, wo alles digitalisiert
und gespeichert wurden ist. Danach wurden zwei Töne gesendet wo die empfangenen und
gespeicherten 10 Sekunden ausgesendet wurden. Er hatte aber einen
Digital-Transponder für 1.200bps AFSK und 9.600bps FSK-Betrieb an Bord, der leider nie so
richtig in Betrieb genommen wurde. Nur Telemetriebeacons können auf 436,248 MHz und
436,300 MHz aktiviert und eingesetzt werden. Für jeweils eine Sekunde wurde Telemetrie in
FSK 9600bps gesendet, und danach 10 Sekunden Pause gemacht.
Zwei Berichte über den Ausfall von SO-35 aus verschiedenen Quellen.
SO-35 wurde am 23.Februar 1999 von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien an Bord
einer Delta-2-Rakete gestartet, und war bei Funkamateuren mit bescheidener Ausrüstung,
besonders wegen seines Phonie-Transponders, beliebt. Durch seine Bahngeometrie die durch
den dänischen Satelliten Oersted beim Aussetzen bestimmt wurde, befand sich der Satellit
über fünf Monate im vollen Sonnenlicht, was zu starker Erwärmung und zur Überladung
der Nickel-Cadmium-Batterien führte. Es trat so ein nicht behebbarer und warscheinlicher
physischer Fehler auf. Als Ursache für den Ausfall werden entweder mehrere Probleme in
der Bordelektronik, oder eine mechanische Beschädigung etwa durch eine explodierte
Batteriezelle, oder eine Kollision mit einem externen Objekt vermutet. Es ist deshalb
unwarscheinlich das zu SUNSAT wieder ein Kontakt hergestellt werden kann. Daher wurde der
erste von Studenten entworfene und gebaute südafrikanische Satellit nach nur zwei Jahren
aufgegeben.
Die Bodenkontrollstation des ersten südafrikanischen Amateurfunksatelliten teilte am 2. Februar mit, dass SunSat-OSCAR 35 nicht mehr in Betrieb ist. Die letzte Kommunikation mit dem Satelliten war am 19.Januar 1999 im Zusammenhang mit Wartungsarbeiten. SO-35 wurde am 23.Februar 1999 gestartet und war bei Funkamateuren mit bescheidener Ausrüstung, besonders wegen seines Phonie-Transponders, beliebt. Durch seine Bahngeometrie befand sich der Satellit über fünf Monate im vollen Sonnenlicht, was zu starker Erwärmung und Ladung der Nickel-Cadmium-Batterien führte. Als Ursache für den Ausfall werden jedoch entweder mehrere Probleme in der Bordelektronik oder eine mechanische Beschädigung, etwa durch eine explodierte Batteriezelle oder eine Kollision mit einem externen Objekt vermutet. Die Wahrscheinlichkeit für eine Reaktivierung von SO-35 schätzen die Betreiber als gering ein.
Mitschnitt vom SO-35 Phonie-Transponder auf 145,825MHz
Mitschnitt vom SO-35 Parrot (Papagei) auf 145,825MHz
| SO-35 (Sunsat) | 25636 |
145,825 MHz |
Phonie-Transponder | ±3kHz / FM |
436,248 MHz |
Phonie-Transponder FSK 9600bps |
±10kHz / FM | ||
436,300 MHz |
FSK 9600bps | ±10kHz / FM |
RS-17 (Sputnik 40) war ein Sputnik-Nachbau der zu Ähren von
Sputnik1 von einer russische Schule, und ein französisches Gymnasium ein Modell im
Maßstab 1:3 (etwa 20cm Durchmesser) vom Sputnik1 gebaut wurde. Zur MIR gebracht wurde er
mit Progress M-36, wo er während einer EVA der Raumstation MIR von Hand der Kosmonauten
am 3.November 1997 ausgesetzt wurde. Die Sendeleistung betrug etwa 250mW, der wie das
Original Sputnik1 die Innentemperatur als Funktion eines NF-Signals übertrug. Der
Telemetriesender hat solange Signale ausgesendet bis die Batterie am 29.Dezember 1997
verbraucht war. Verglüht ist er dann am 21.Mai 1998.
Auswerten konnte man die Telemetrie mittels eines FFT-Programmes, was das NF-Spektrum
grafisch darstellen kann. Nun konnte man die abgelesene Tonhöhe des Impulses mit Hilfe
der Tabelle in die Innentemperatur des Sputniks umrechnen.
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Sekunden Video vom Start des RS-17 (Sputnik 40)
Während einer sechs stündigen EVA am 3.November 1997 wo man ein defektes Sonnenpannel
vom Kwant1-Modul entfernt hatte, wurde um 5:05MEZ von Hand des Kosmonauten Anatoly
Solovyev (MIR Crew-24) der RS-17 (Sputnik 40) ausgesetzt.
59.EVA der MIR mit der MIR Crew-24 und
dem Start von RS-17 4274.Flugtag 66875.Erdumrundung (03.11.1997 10:34-10:44MEZ
max.Elv.79°) von 10:35-10:42MEZ auf 143,618MHz EVA-Frequenz mit dem Sprechfunk der
Kosmonauten im Orlan Raumanzug. Auf 145,820MHz parallel die RS-17 Beacon.
Mitschnitt vom RS-17 (Sputnik 40) auf 145,820MHz
RS-17 (Sputnik 40) |
24958 |
145,820 MHz |
Telemetrie Beacon | ±3kHz / FM |
RS-18 (Sputnik 41) ist der zweite Sputnik-Nachbau gewesen, der
ein Jahr später nach RS-17 wieder per Hand der Kosmonauten während der 70.EVA der
Raumstation MIR am 10.November 1998 ausgesetzt wurde. Zur MIR gebracht wurde er vorher mit
Progress M-40. Die Innentemperatur war wie bei seinen Vorgänger RS-17 auch wieder mittels
NF-Signals übertragen wurden. Zusätzlich hatte er noch 6 digitalisierte
Sprachbotschaften ausgesendet. Die Sendeleistung betrug etwa 150mW. Das letzte Signal
konnte man am 11.Dezember 1998 aufnehmen, und verglüht ist er am 1.November 1999.
Mitschnitt vom RS-18 (Sputnik 41) auf 145,812MHz
| RS-18 (Sputnik 41) | 25533 |
145,812 MHz |
Telemetrie Beacon | ±3kHz / FM |
Kolibri-2000 der auch als RS-21 bezeichnet wurde, war
ein russisch-australisches Schulprojekt. Die Schulen in Australien und Russland hatten die
Telemetriedaten von Hochenergiepartikel der Sonne und der oberen Erdatmosphäre empfangen
und analysiert. Dies hatte geholfen zu verstehen was passiert, wenn Solarwinde auf die
Strahlungsgürtel der Erde treffen. Der RS-21 war ein Zylinder von 1,22m auf 51cm und trug
4,5kg wissenschaftliche Ausrüstung an Bord. Darunter war ein Partikel-Meßgerät, ein
Meßgerät für elektrische Felder und ein Feld-Kraftfluss-Magnetfeldstärkenmeßgerät.
Zusätzliche Ausrüstung waren Kommandoempfänger und Telemetriesender, Computer,
Netzteil, passive Wärmeregelung und eine magnetische Gravitations-Ausrichtung. Das
Totalgewicht betrug 20kg.
RS-21 war am 26.November 2001 im Kosmodrom in Baikonur, Kasachstan mit dem
Versorgungsschiff Progress M1-7 zur ISS gestartet. Nach 114 Flugtagen wurde er am 19.März
2002 um 23:28 Uhr MEZ von dem um 18:43 Uhr MEZ abgekoppelten Progress M1-7 erfolgreich
ausgesetzt. Gleich kurz nach dem Aussetzen hatte er mit dem senden auf der 435,337 MHz
begonnen. Die Progress M1-7 hatte nach dem Aussetzen etwa 8 Stunden später um 02:27 Uhr
MEZ den Steuerimpuls für eine drei Minuten andauernde Zündung des Triebwerkes für einen
Bremsschub von ZUP bekommen, um über dem Pazifischen Ozean zu verglühen. Im Überflug
über Europa am 19.März 2002 von 02:20-02:30 Uhr MEZ konnte man das BR9ZU
Telemetrie-System in der PCM-FM Modulation
auf 166 MHz, und die Tracking Beacon für die Bahnverfolgung auf der 922,765 MHz von
Progress M1-7 zum letzten Male empfangen.
RS-21 sendete in der ersten Hälfte seiner Lebenszeit auf der 435,337 MHz. In der zweiten
Hälfte wurde der Betrieb auf die 145,820 MHz umgestellt, da er sehr schnell an Höhe
verlor und die Verfolgung der UHF Frequenz durch den großen Doppler-Effekt von ±10kHz
sehr erschwerte. Hauptsächlich bestanden seine Aussendungen aus Morse-Kode, wo er 16
Meßwerten + 1 Satellitenkennungen die den Anfang und das Ende kennzeichnete, ausgesendet
hatte. Die Pausen zwischen den Morse-Kode Telemetrie Aussendungen im betrugen 14 Sekunden,
wobei eine Meßwertaussendung etwa 5 Sekunden brauchte und so insgesamt etwa 5:25 min für
einen kompletten Durchgang benötigt wurden. So hatte man doch schon einiges Glück um
einen kompletten Durchgang in einem 9 minütlichen Überflug zu bekommen, der keinen
Signalabfall zwischen durch haben durfte. In der Funksicht zu der russischen Bodenstation
fing RS-21 an Datenpakete von bis zu 30 Sekunden Länge auszusenden. In der Zeit wurden
die Morse-Kode Telemetrie Aussendungen teilweise gestört und verursachten einen Reset, so
das er nach jeden erneuten aussenden eines Datenpaketes wieder von vorn mit der ersten
Meßwertaussendung begann.
RS-21 war insgesamt 45 Tage lang aktiv bis er am 03.Mai 2002 in der 711.Erdumrundung über
dem Pazifischen Ozean verglüht ist. Zum letzten Mal habe ich ihm am 03.Mai 2002 in der
701.Erdumrundung von 09:53-10:00 Uhr MESZ gehört. Es war der Sender auf 145,820 MHz im
Morse-Kode und mit der Datenübertragungen aktiv. Er hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch
eine Flughöhe von etwa 240km. In der 703.Erdumrundung von 12:57-13:04 Uhr MESZ konnte ich
keine Aktivität mehr feststellen. Wahrscheinlich hatte die große Hitzeeinwirkung den
Ausfall des Systems bewirkt.
Telemetrie in Morse-Kode Auswertung vom Radio
Sputnik-21
RS-21 (Kolibri-2000) auf 435,337MHz Mitschnitt der
Morse-Kode-Kennung "RS21"
RS-21 (Kolibri-2000) auf 435,337MHz Mitschnitt eines Datenpaketes
in NFM
In Funksicht der Bodenstation wurden Datenpakete von bis zu
30 Sekunden Länge in NFM auf der 435,337 MHz ausgesendet.
| RS-21 (Kolibri-2000) | 27394 |
145,820 MHz |
Telemetrie in Morse-Kode und Datenpakete | ±3kHz / CW/FM |
435,337 MHz |
Telemetrie in Morse-Kode und Datenpakete | ±10kHz / CW/FM |
Am 28.November 2002 um 07:07 Uhr MEZ ist vom Kosmodrom Plessezk der russische Satellit Moshaez mit einer Kosmos-3M Trägerrakete gestartet. Moshaez war ein Amateurfunksatellit der einen Partikeldetektor und einen GPS Empfänger trug, welcher für die Forschung der entwickelnden Navigationsausstattung für die Glonass und Navstart Navigationsanlagen benutzt wurde. Der 64kg schwere Moshaez wurde von den Kadetten der "Moshaiski Militär-Weltraum-Akademie" in Sankt Petersburg, Russland gebaut, von wo er auch mit seinen Flug im Orbit kontrolliert wurde. Der Downlink von Moshaez oder auch RS-20 wie er als Amateurfunksatellit genannt wurde, lag im 2-m-Band auf 145,828 MHz oder 145,818 MHz und im 70-cm-Band auf 435,319 MHz mit jeweils 2 Watt Sendeleistung. Wenn er in Funksicht der Mozhaisky Militär-Weltraum-Akademie in Sankt Petersburg kam, wurde eine Datenübertragung gestartet. Sonst in jeder anderen Zeit sendete er Telemertie in Morse-Kode aus. Das Telemetrie Format sollte den Vorgänger RS-21 (Kolibri-2000) sehr ähnlich sein, aber letztendlich stellte es sich heraus, daß RS-20 den Morse-Kode in Klartext sendete. Nach etwa drei Wochen nach dem Start waren dann die Morse-Kode Aussendungen von RS-20 ausgeblieben, aber es wurden weiterhin die Daten-Aussendungen regelmäßig über Russland ausgesendet. Jedoch aber mit einer kleinen Verschiebung der Sendefrequenz auf 435,325 MHz.
RS-20 (Moshaez) Telemetrie in Morse-Kode auf 435,319MHz
RS-20 (Moshaez) auf 435,319MHz Mitschnitt der
Morse-Kode-Kennung "RS20"
RS-20 (Moshaez) auf 435,319MHz Mitschnitt eines Datenpaketes
in NFM
In Funksicht der Bodenstation in Sankt Petersburg, Russland
wurden Datenpakete von bis zu 30 Sekunden Länge in NFM auf der 435,319MHz ausgesendet.
am 11.12.02 von 10:39-10:44MEZ auf 435,319MHz Morse-Kode
.-.-.- U --..-.. O I 1 W .-.-.- W --.-... OHT OF NOVEMBER 28 2002 CQ CQ DE
RS20 AVERAGE ..-.-- H --.-.- I ..--... HO --.--.. F ....-- E --..-.. EOORBITIS 720 KM
INCLINATION 98 DEDREESANDPERIW -..--.. ....-- S ..--... .---. O -...-.. I --.-.- --.-...
OQ CQ DE
RS20 WEIGHT OF THE SATELLITE IS 69 KR .--.-- ITS OW -.--... A --.-.- I .-..-.. CLOSE TO
SPHERICAL ABOUT 800 MM IN DIAMETER
Mit manchen Morse-Kode-Zeichen kam ich mit der Auswertung nicht zu recht. Hierbei
wurde Morse-Kode ausgesendet die bis zu sieben Zeichen hatten, ob wohl mir laut dem
normalen Morsealphabet solche Morse-Kode-Zeichen nicht bekannt sind.
| RS-20 (Moshaez) | 27560 |
145,828 MHz |
Telemetrie in Morse-Kode und Datenpakete | ±3kHz / CW/FM |
435,319 MHz |
Telemetrie in Morse-Kode und Datenpakete | ±10kHz / CW/FM |
Der RS-16 (Seja) war ein russischer Amateurfunksatellit bei
den etwas schiefgegangen ist. Man hat es nicht geschafft ihm einzuschalten, so das er
nicht seine Arbeit als Amateurfunksatellit aufnehmen konnte. Es sendete nur Telemetrie in
Morse-Kode auf 435,504 MHz. Der RS-16 flogt auf einer sehr niedrigen Umlaufbahn von etwa
460km, und war deshalb schon mit einer Rundstrahlantenne gut zu empfangen. Es kam aber die
Schwierigkeit hinzu, weil er auf einer sehr niedrigen Umlaufbahn flog, und im 70-cm-Band
gesendet hatte, daß die Frequenz durch den großen Doppler-Shift Effekt sehr schnell
weggelaufen war. Am 25.Oktober 1999 hatte er nach 31 Monaten im Erdorbit den
Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wo er verglüht ist. Die UHF Telemetrie Beacon konnte
man bis zuletzt hören.
Telemetrie in Morse-Kode Auswertung vom Radio
Sputnik-16
Mitschnitt vom RS-16 (Seja) Telemetrie
in Morse-Kode auf 435,504MHz Mitschnitt eines Telemetriedurchganges
| RS-16 (Seja) | 24744 |
29,408 MHz |
Telemetrie in Morse-Kode | ±1kHz / CW |
29,451 MHz |
Telemetrie in Morse-Kode | ±1kHz / CW | ||
29,415-29,448 MHz |
Lineartransponder | ±1kHz / SSB | ||
435,504 MHz |
Telemetrie in Morse-Kode | ±10kHz / CW | ||
435,548 MHz |
Telemetrie in Morse-Kode | ±10kHz / CW |
Der Microsat auch Musat-1 genannt, war ein
argentinischer Satellit der eine Grußbotschaft in Morse-Kode sendete. Die Beacon sendete
für 7 Sekunden die Grußbotschaft "Hi Hi De Musat", und machte dann für 90
Sekunden eine Pause. Er hatte außerdem zwei CCD Kameras an Bord, wo er Bilder in sehr
hoher Auflösung machen konnte. Am 12. November 1999 hatte er den
Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wo er verglüht ist.
Mitschnitt vom Microsat (Musat-1) auf 137,950MHz

Der erste Teil des Morse-Kodes auf 137,950 MHz.

Der zweite mir unverständliche Teil der Beacon auf 137,950 MHz, mit einer
vielfach schnelleren Morsegeschwindigkeit.
| Microsat (Musat-1) | 24291 |
137,950 MHz |
Morse-Kode (Grußbotschaft) | ±3kHz / FM |
400,950 MHz |
Daten und Telemetrie | ±10kHz / FM |
letzte Änderung: 27.06.2005