Signale von untoten Wettersatelliten
Es gibt mehrere schon lange außer Betrieb gesetzte Wettersatelliten, die scheinbar ein Eigenleben entwickelt haben. Diese Satelliten senden zwar keine Wetterbilder mehr, aber sie belegen z.B. die üblichen genutzten Frequenzen mit unmodulierten Trägern und verursachen somit auch gelegentliche Interferenzen mit noch aktiven Wettersatelliten. Normal wäre es so, daß wenn man einen Satelliten durch einen Neuen ersetzt, wenn deren Treibstoff aufgebraucht ist, den ein jeder stabilisierte Satellit für die Lageregelung benötigt. Mit dem letzten Treibstoffvorrat versucht man diese Satelliten, in eine etwas veränderte Umlaufbahn für Alt-Satelliten zu manifriern. Danach schaltet man den Satelliten ab und überläßt ihn seinem Schicksal. Diese Rechnung geht aber wohl scheinbar nicht immer so auf. Über die wahren Gründe kann man leider nur spekulieren, aber nach dem Anschein her gab oder gibt es wohl technische Fehlfunktionen, verursacht durch möglicherweise Strahlungsschäden, so dass diese Satelliten auf die Kommandos von den Kontrollstationen nicht mehr so reagierten wie sie es eigentlich sollten. Die meisten dieser untoten Satelliten funktionieren nur noch angetrieben über ihre Solarpanel mit Solarenergie im direkten Sonnenlicht, da ihre Batterien durch die vielen tausend Ladezyklen schon lange nicht mehr richtig funktionieren. Trotzdem aber reicht die Energie um die Sender in Betrieb zu halten und somit senden sie weiter, bis sie eines Tages doch mal verstummen. Ein gutes Beispiel wie lange so was dauern kann, ist am Transit 5B-5 der wahrscheinlich älteste aktive Satellit zu sehen.
| Satellit: Tiros 10 NORAD Nr.: 1430 Downlink-Frequenzen: |
| Satellit: Nimbus 4 NORAD Nr.: 4362 gestartet: 04 / 1970 Außer Betrieb gesetzt: 1980 Downlink-Frequenzen: 136.499 MHz |
| Satellit: Tiros N NORAD Nr.: 11060 gestartet: 10 / 1978 Außer Betrieb gesetzt: 1981 Downlink-Frequenzen: 137.500 / 137.770 MHz |

FFT-Analyse (Langzeit) von Tiros-N auf 137,770 MHz.
Der unmodulierte Träger hatte einen Zyklus von 5 sek Senden dazwischen 1,5 sek Pause bzw.
abfallend.
| Satellit: NOAA 6 NORAD Nr.: 11416 gestartet: 06 / 1979 Außer Betrieb gesetzt: 1987 Downlink-Frequenzen: 137.500 MHz |
| Satellit: NOAA 9 NORAD Nr.: 15427 gestartet: 12 / 1984 Außer Betrieb gesetzt: 1998 Downlink-Frequenzen: 136.770 / 137.505 MHz |

FFT-Analyse von NOAA-9 auf 136,770 MHz.
Der unmodulierte Träger hatte einen Zyklus von 30 sek Senden dazwischen 25 sek Pause.
letzte Änderung: 14.09.2011