UHF Militär-Satelliten im GEO. HEO und LEO

Autor: Maik Hermenau

Alles hier Beschriebene dient nur zur Dokumentation und ist auf keinen Fall eine Anleitung für das Empfangen !
Die Aufgaben der UHF-Satelliten:

Das U.S. Militär und die NATO hat ein weltweites Satellitennetz an geostationären UHF-Satelliten, die im Bereich des P-Bandes von 243-270 und 292-318 MHz in FM arbeiten. Diese dienen als Kommandosatelliten und haben die Aufgabe taktischen Daten- und Sprechfunkverkehr zwischen militärischen Bodenstationen, Schiffen, Flugzeugen und mobilen Landstreitkräften zu transportieren, die ohne aufwendige Antennenanlagen über einen Satelliten senden und empfangen möchten. Kurz gesagt zu allen Fahrzeugen die kein großes und kompliziertes Equipment wie z.B. eine Parabollantenne mit sich führen können, welche für höhere gerne genutzte Frequenzbereiche des Militärs von nöten ist. Aber auch für besondere Zwecke wie z.B. für einem Start eines Space Shuttle wurden die UHF-Satelliten von Cape Radio der U.S. Air Force und den beteiligten Hilfskräften für das Shuttle Launch Support Nets genutzt.

Was ist zu hören ?:

Der gesamte Sprechfunkverkehr der U.S.-Regierung und dem Militär wird fast ausschließlich digital über die UHF-Satelliten übertragen. Es kommen da u.a. solche abhörsicheren Dekodierverfahren wie ANDVT, KG-84, STANAG 4231 oder VINSON zum Einsatz. Lediglich über die SICRAL Satelliten wird noch vereinzelt analoger und somit unkodierter Sprechfunkverkehr abgewickelt. Im Jahre 1998 haben die Funk-Spezialisten Michael (Mike) Höhn, Oscar Diez und der Autor Christian Mass, DO1DTV der spannenden Folgen von "Spionage selbstgemacht" in der Zeitschrift "Tele Satellit" heraus gefunden, daß die UHF-Satelliten keinerlei Sicherheitstechniken haben die das nicht gestattete senden über die UHF-Satelliten verhindern soll. Somit gibt es außer militärischer Kommunikation auch viele ungewollte Übertragungen, von z.B. Telefon-Linkstrecken die für die Versorung in ländlichen Gebieten in Russland und im asiatischen Raum eingesetzt werden. Diese funktionieren auf der Basis eines lokalen Telefonnetzes mit einer hohen Sendeleistung mit bis zu 60 Watt im Uplinkband der Transponder. Aber auch exotische Radiostationen sind hin und wieder zu hören, die eine Reise um den halben Erdball machen, welche ihr Radioprogramm vom Studio zum Sender ebendfalls über Linkstrecken übertragen und da ausgerechnet Frequenzen des Uplinkbandes nutzen. Vielmals gibt es auch ungewollten Flugfunk in AM, da sich ja die UHF-Satelliten mit dem militärischen Flugfunk den UHF-Frequenzbereich teilen müssen. Da die UHF-Satelliten nicht unterscheiden können ob es gewollt oder ungewollte Kommunikation ist, senden sie einfach alles Empfangene wieder auf der Downlinkfrequenz des jeweiligen Lineartransponders zurück zur Erde. Das negative ist an der Sache nur, daß es aber auch mehr als ach so schlaue Funkpiraten gibt, die die Offenheit der UHF-Satelliten schamlos ausnutzten und diese sich als weltweiten HighTech-CB-Funk zu nutzen verstehen.

Empfangspraxis:

Die UHF-Satelliten sind 36.000 km von der Erde entfernt in einer geostationären Umlaufbahn, wo sie somit ganztägig im Downlinkbereich von 243-270 MHz zu empfangen sind. Der Empfang funktioniert im freien mit meinen Handscanner AOR AR8000 und aufgesteckter Teleskopantenne in einer 45° Stellung, die auf optimale 27-30cm ¼ Lambda ausgezogen wird, mit einen ausreichenden Signalpegel von max. S5-S7 schon sehr gut. Auch mit einer Groundplane habe ich gute Erfahrungen gemacht, da diese einen Erhebungswinkel bis 30° besitzt und die geostationären Satelliten auch nicht viel höher in der Elevation stehen. Viel besser sind aber schon Yagi-Antennen, da diese doch gegenüber Rundstrahlantennen einen Antennen-Gewinn in der Empfangsleistung aufweisen. Da die UHF-Satelliten in einer rechtsdrehenden kreisförmigen (zirkularen) Polarisation arbeiten, bringen Helical- bzw. Wendelantennen oder Kreuz-Yagi's die optimale Empfangsleistung. Komfortabler geht es dann nur noch mit den portablen UHF-Antennen der U.S.- und NATO-Streitkräften.
Die meisten der Lineartransponder der UHF-Satelliten sind aus taktischen Gründen ständig aktiv auch wenn gerade nichts darüber übertragen wird. Man kann sie dann ganz einfach an einem ständigen Transponderrauschen erkennen, der mit einem geringen Signalpegel stehts vorhanden ist. Um noch unbekannte Lineartransponder aufspüren zu können eignet sich die Modulationsart SSB am besten, den somit kann man das Transponderrauschen der Lineartransponder besser hörbar machen. Die meisten schmalbandigen Lineartransponder haben eine Bandbreite zwischen 28 bis 38 kHz, wo es durchaus möglich ist mehrere Signale zeitgleich mit ein paar Kilohertz Abstand zu übertragen. Beim Umsetzen der Signale berücksichtigen die Lineartransponder dabei immer die Empfangsfeldstärke bei der Verteilung der Sendeleistung.

Positionen von UHF Militär Satelliten

Region Position Inklination Satelliten im GEO Region Position Inklination Satelliten im GEO

P
O
R

177.8° West

6.3°

UFO F4 (USA 108) Bandplan: Oscar oder Papa  

I
O
R

24.8° Ost - Skynet 5B
177.7° West 3.2° MUOS 1
150.0° West 9.1° MILSTAR 1-F2 (USA 115) 29.1° Ost 8.5° UFO F2 (USA 95) Bandplan: Oscar
141.0° West 5.8° SDS 3-F3 (USA 162) 29.9° Ost 5.1° MILSTAR 2-F3 (USA 164)
135.4° West 1.2° DSCS 3-F13 (USA 167) 32.5° Ost 7.9° Skynet 4E
129.7° West 5.8° DSCS 3-F10 (USA 135) 35.6° Ost 10.2° NATO 4B
A
O
R
105.1° West 6.7° UFO F6 (USA 114) Bandplan: Quebec 52.8° Ost - Skynet 5D
99.8° West 7.7° UFO F5 (USA 111) Bandplan: November 56.6° Ost 2.9° DSCS 3-F12 (USA 153)
99.7° West 4.8° MUOS 2 63.0° Ost - ComSatBw 1
90.0° West 4.2° MILSTAR 2-F4 (USA 169) 71.3° Ost 3.1° UFO F11 (USA 174) Bandplan: November / Quebec
52.2° West 0.2° DSCS 3-F14 (USA 170) 72.1° Ost - Intelsat 22
39.0° West 8.8° MILSTAR 1-F1 (USA 99) 72.2° Ost 10.2° Leasat F5 Bandplan: Whiskey / Yankee / Zulu
34.1° West 6.3° Skynet 4F 72.4° Ost 4.4° UFO F10 (USA 146) Bandplan: November / Quebec
30.2° West 4.6° SDS 3-F7 (USA 236) 74.1° Ost - GSAT 7
22.4° West 5.9° UFO F7 (USA 127) Bandplan: Papa 75.1° Ost 15.5° SDS 2-F2 (USA 67)
17.8° West - Skynet 5C 91.9° Ost 4.9° SDS 3-F2 (USA 155)
15.1° West 11.2° FltSatCom F8 (USA 46) Bandplan: Bravo / Charlie 94.0° Ost 13.2° FltSatCom F7 (USA 20) Bandplan: Bravo / Charlie
10.1° West 4.8° SDS 3-F6 (USA 227) 97.8° Ost 4.0° Feng Huo 1
1.0° West 12.1° Skynet 4C 102.6° Ost 2.6° Feng Huo 2

I
O
R

6.0° Ost - Skynet 5A 103.7° Ost 2.9° DSCS 3-F11 (USA 148)
11.7° Ost - SICRAL 1B P
O
R
149.3° Ost 7.0° DSCS 3-F9 (USA 113)
13.2° Ost

-

ComSatBw 2 156.0° Ost - Optus and Defence C1
16.1° Ost 4.3° SICRAL 1 171.8° Ost 4.6° UFO F8 (USA 138) Bandplan: Oscar oder Papa
Die grau hinterlegten Satelliten befinden sich von Deutschland aus in Funksicht.

Objekt-Nummer

Satelliten im HEO

23945 SDS 2-F4 (USA 125)
25148 SDS 3-F1 (USA 137)
28384 SDS 3-F4 (USA 179)
32378 SDS 3-F5 (USA 198)
29668 Meridian 1
35008 Meridian 2
37212 Meridian 3
37398 Meridian 4
38995 Meridian 6
37818 TacSat 4

Objekt-Nummer

Satelliten im LEO

21799
21808
21809
NOSS 2-2 (C) (USA 74)
NOSS 2-2 (D) (USA 76)
NOSS 2-2 (E) (USA 77)
23862
23908
23936
NOSS 2-3 (D) (USA 120)
NOSS 2-3 (C) (USA 121)
NOSS 2-3 (E) (USA 122)
21949 Singleton 3 (USA 81)

Objekt-Nummer

Satelliten im Friedhofs-Orbit

19687 Skynet 4B (Drift -2.14°/d (westlich). 168 Tage pro Umlauf)
20401 Skynet 4A (Drift -4.64°/d (westlich). 77 Tage pro Umlauf)
21047 NATO 4A (Drift -7.26°/d (westlich). 49 Tage pro Umlauf)
25134 Skynet 4D (Drift -4.05°/d (westlich). 88 Tage pro Umlauf)
FltSatCom (Fleet Satellite Communications)

FltSatCom-Satelliten (Abk. für Fleet Satellite Communications, wobei Fleet dt. Flotte) sind geostationäre militärische Nachrichtensatelliten der U.S. NAVY, die zur Führung von Überwasser- und Unterwasserfahrzeugen sowie der maritimen Eingreiftruppen genutzt werden. Die Entwicklung des FltSatCom-Systems begann im Jahr 1971. Der erste Satellit F1 dieser Serie wurde am 09.Februar 1978 gestarttet. Danach folgten weitere 7 Satelliten. Mit dem Start vom F8 am 25.September 1989 endete diese Serie, in welcher es zwei verschiedene Klassifizierungen gibt. Die Lebensdauer der Satelliten wurde auf bis zu 5 Jahre bestimmt, was bis heute von den letzten beiden aktiven Satelliten F7 und F8 schon die mehrfache Nutzungsdauer übersteigt. Als Sendeantenne nutzt man eine zirkulare Helical- bzw. Wendelantenne mit einem Antennenreflektor von 4.80 m Durchmesser. Die Empfangsantenne besteht aus einer 18fachen gewundene Helicalantenne. FltSatCom ist der Vorgänger von dem UFO (UHF Follow-On) Satellitensystem, was dieses in seiner Funktion eigentlich vollständig abgelösen sollte. Jeder der FltSatCom-Satelliten besitzt bis zu 12 schmalbandige Lineartransponder von je 5 kHz und 10 schmalbandige Lineartransponder von je 28 kHz Bandbreite. Zusätzlich gibt es noch einen breitbandigen Lineartransponder mit einer Bandbreite von 575 kHz.

FltSatCom
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Transponder Bereiche EIRP FltSatCom F8 (USA 46)
Transponder Frequenz / Bandbreite
243.945 - 244.010 MHz 16.5 dBW -
244.045 - 244.110 MHz 16.5 dBW 244.085 MHz [6 kHz]
244.090 MHz [6 kHz]
244.095 MHz [6 kHz]
244.100 MHz [6 kHz]
244.110 MHz [6 kHz]
244.145 - 244.210 MHz 16.5 dBW 244.185 MHz [6 kHz]
244.190 MHz [6 kHz]
244.195 MHz [6 kHz]
244.200 MHz [6 kHz]
244.210 MHz [6 kHz]
250.450 - 250.650 MHz 26 dBW -
251.950 - 252.150 MHz 26 dBW 252.150 MHz [28 kHz]
253.650 - 253.850 MHz 26 dBW 253.850 MHz [28 kHz]
255.350 - 255.550 MHz 28 dBW 255.550 MHz [28 kHz]
256.950 - 257.150 MHz 26 dBW 257.150 MHz [28 kHz]
258.450 - 258.650 MHz 28 dBW 258.650 MHz [28 kHz]
260.350 - 260.850 MHz 27 dBW -
261.450 - 261.950 MHz 27 dBW 261.400 - 261.975 MHz [575 kHz]
262.050 - 262.550 MHz 27 dBW -
265.350 - 265.550 MHz 26 dBW 265.550 MHz [28 kHz]
266.850 - 267.050 MHz 26 dBW 267.050 MHz [28 kHz]
268.250 - 268.450 MHz 26 dBW 268.450 MHz [28 kHz]
269.750 - 269.950 MHz 26 dBW 269.950 MHz [28 kHz]
UFO (UHF Follow-On)

Die UFO-Satelliten (Abk. für Ultra High Frequency Follow-On) sind geostationäre militärische Nachrichtensatelliten der U.S. NAVY, welche die Nachfolger der in die Jahre gekommenen Leasat und FltSatCom Satelliten sind. Nach dem Fehlstart von UFO F1 am 25.März 1993 gab es erst mit dem am 03.September 1993 gestarteten UFO F2 den ersten Erfolg. Bis 2003 wurden dann insgesamt 11 UFO-Satelliten in den Orbit befördert, von denen es vier verschiedene Klassifizierungen gibt. Jeder der UFO-Satelliten hat 21 schmalbandige Lineartransponder von je 6 kHz und 18 schmalbandige Lineartransponder von je 34 kHz Bandbreite im P-Band. Nur UFO F11 welcher einzig allein zur letzten Klassifizierung gehört, besitzt einen erweiteren Bandplan mit zusätzlich 24 Lineartransponder. Nebenher zum P-Band gibt es noch 11 Transponder im X-Band.

UFO
© Globalsecurity.org

Transponder
Kanal
Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenz
Bandplan: November
Transponder
Frequenz
Bandplan: Oscar
Transponder
Frequenz
Bandplan: Papa
Transponder
Frequenz
Bandplan: Quebec
Transponder
Benutzer
01 34 kHz 250.350 MHz 250.450 MHz 250.550 MHz 250.650 MHz Fleet Broadcast
02 34 kHz 251.850 MHz 251.950 MHz 252.050 MHz 252.150 MHz NAVY
03 34 kHz 253.550 MHz 253.650 MHz 253.750 MHz 253.850 MHz NAVY
04 34 kHz 255.250 MHz 255.350 MHz 255.450 MHz 255.550 MHz NAVY
05 34 kHz 256.850 MHz 256.950 MHz 257.050 MHz 257.150 MHz NAVY
06 34 kHz 258.350 MHz 258.450 MHz 258.550 MHz 258.650 MHz NAVY
07 34 kHz 265.250 MHz 265.350 MHz 265.450 MHz 265.550 MHz NAVY
08 34 kHz 266.750 MHz 266.850 MHz 266.950 MHz 267.050 MHz NAVY
09 34 kHz 268.150 MHz 268.250 MHz 268.350 MHz 268.450 MHz NAVY
10 34 kHz 269.650 MHz 269.750 MHz 269.850 MHz 269.950 MHz NAVY
11 34 kHz 260.375 MHz 260.575 MHz 260.425 MHz 260.625 MHz DoD
12 34 kHz 260.475 MHz 260.675 MHz 260.525 MHz 260.725 MHz DoD
13 34 kHz 261.575 MHz 262.075 MHz 261.625 MHz 262.125 MHz DoD
14 34 kHz 261.675 MHz 262.175 MHz 261.725 MHz 262.225 MHz DoD
15 34 kHz 261.775 MHz 262.275 MHz 261.825 MHz 262.325 MHz DoD
16 34 kHz 261.875 MHz 262.375 MHz 261.925 MHz 262.425 MHz DoD
17 34 kHz 263.575 MHz 263.775 MHz 263.625 MHz 263.825 MHz DoD
18 34 kHz 263.675 MHz 263.875 MHz 263.725 MHz 263.925 MHz DoD
19 6 kHz 243.915 MHz 243.995 MHz 244.075 MHz 244.155 MHz Air Force
20 6 kHz 243.925 MHz 244.005 MHz 244.085 MHz 244.165 MHz Air Force
21 6 kHz 243.935 MHz 244.015 MHz 244.095 MHz 244.175 MHz Air Force
22 6 kHz 243.945 MHz 244.025 MHz 244.105 MHz 244.185 MHz Air Force
23 6 kHz 243.955 MHz 244.035 MHz 244.115 MHz 244.195 MHz Air Force
24 6 kHz 243.965 MHz 244.045 MHz 244.125 MHz 244.205 MHz Air Force
25 6 kHz 243.975 MHz 244.055 MHz 244.135 MHz 244.215 MHz Air Force
26 6 kHz 243.985 MHz 244.065 MHz 244.145 MHz 244.225 MHz Air Force
27 6 kHz 248.845 MHz 248.975 MHz 249.105 MHz 249.235 MHz Air Force
28 6 kHz 248.855 MHz 248.985 MHz 249.115 MHz 249.245 MHz Air Force
29 6 kHz 248.865 MHz 248.995 MHz 249.125 MHz 249.255 MHz Air Force
30 6 kHz 248.875 MHz 249.005 MHz 249.135 MHz 249.265 MHz Air Force
31 6 kHz 248.885 MHz 249.015 MHz 249.145 MHz 249.275 MHz Air Force
32 6 kHz 248.895 MHz 249.025 MHz 249.155 MHz 249.285 MHz Air Force
33 6 kHz 248.905 MHz 249.035 MHz 249.165 MHz 249.295 MHz Air Force
34 6 kHz 248.915 MHz 249.045 MHz 249.175 MHz 249.305 MHz Air Force
35 6 kHz 248.925 MHz 249.055 MHz 249.185 MHz 249.315 MHz Air Force
36 6 kHz 248.935 MHz 249.065 MHz 249.195 MHz 249.325 MHz Air Force
37 6 kHz 248.945 MHz 249.075 MHz 249.205 MHz 249.335 MHz Air Force
38 6 kHz 248.955 MHz 249.085 MHz 249.215 MHz 249.345 MHz Air Force
39 6 kHz 248.965 MHz 249.095 MHz 249.225 MHz 249.355 MHz Air Force
Die grau hinterlegten Transponder Frequenzen sind derzeit von in Funksicht befindlichen Satelliten aktiv.
Erweiteter UFO-Bandplan

Auf der weit östlichen Satellitenposition 71.2° wurde der letzte UFO-Satellit F11 dieser Serie für die IOR-Versorgung positioniert. Dieser Satellit mit der 4.Klassifizierung soll als Besonderheit zu den 39 Lineartranspondern im P-Band, zusätzlich 24 Lineartransponder besitzen. Diese befinden sich außerhalb der bekannten UFO-Bandpläne, liegen aber noch innerhalb der UFO-Transponder Frequenzbänder.

UFO-Satelliten
Transponder Bereiche

UFO F11

Transponder Frequenz

(außerhalb. angrenzend)

248.825 / 249.375 MHz

251.850 - 252.150 MHz

251.900 / 252.000 MHz

253.550 - 253.850 MHz

253.600 / 253.700 / 253.800 MHz

255.250 - 255.550 MHz

255.400 MHz

256.850 - 257.150 MHz

256.900 / 257.000 / 257.100 MHz

258.350 - 258.650 MHz

258.500 MHz

262.000 - 262.550 MHz

262.000 / 262.050 MHz

263.500 - 264.050 MHz

263.600 / 263.700 MHz

265.250 - 265.550 MHz

265.400 / 265.500 MHz

266.750 - 267.050 MHz

266.900 MHz

268.150 - 268.450 MHz

268.200 / 268.300 / 268.400 MHz

269.650 - 269.950 MHz

269.700 / 269.800 MHz

Skynet 4 und NATO 4

Die Skynet-Satelliten sind geostationäre militärische Nachrichtensatelliten von Großbritannien, für die Verbindung zwischen den USA und den anderen NATO-Ländern. Mit Skynet 1A hatte man 1969 den Aufbau eines militärischen Satellitensystems für die Nachrichtenübertragung begonnen. Mit dem Start von Skynet 4B am 11.Dezember 1988 wurde der erste von sechs Satelliten der 4.Serie in den Orbit befördert, welche erstmals auch eine UHF-Nutzlast trug. Die ersten drei Skynet-4-Satelliten 4A, 4B und 4C wurden durch British Aerospace 1988 gebaut. Diese sind mit jeweils 2 Transpondern im P-Band und 3 Transpondern im X-Band bestückt. Die beiden schmalbandigen P-Band Lineartransponder haben eine Bandbreite von je 36 kHz und eine Sendeleistung von 40 Watt. Die Skynet-4-Satelliten 4D, 4E und 4F gehören zu einer 2.Klassifizierungen, welche eine stärkere Sendeleistung von 50 Watt bei ihren P-Band Lineartranspondern haben.
Basierend auf dem Konzept der Skynet 4 Serie mit einer UHF-Nutzlast wurde mit dem Start von NATO 4A am 08.Januar 1991, der erste von insgesamt zwei Satelliten der North Atlantic Treaty Organization (NATO) gestartet. Diese sind ähnlich wie die Skynet-4-Satelliten mit jeweils 2 schmalbandigen P-Band Transpondern ausgestattet, haben aber noch zusätzlich 4 Transponder im X-Band.


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Transponder Bereiche NATO 4B Skynet 4C Skynet 4E Skynet 4F
TPX Frequenz / Bandbreite TPX Frequenz / Bandbreite TPX Frequenz / Bandbreite TPX Frequenz / Bandbreite
253.650 - 254.350 MHz 253.950 MHz [36 kHz] 254.200 MHz [36 kHz] 254.155 MHz [36 kHz]
(vorher 253.400;
253.425; 254.050 MHz)
253.900 MHz [36 kHz]
(vorher 253.800
;
254.075
; 253.500 MHz)
257.150 - 257.850 MHz 257.450 MHz [36 kHz] 257.550 MHz [36 kHz]
(vorher 257.325 MHz)
257.655 MHz [36 kHz]
(vorher 257.550 MHz)
257.425 MHz [36 kHz]
(vorher 257.500 MHz)
Die grau hinterlegten Transponder Frequenzen sind derzeit aktiv.
Skynet 5

Am 11.März 2007 wurde der erste Satellit Skynet 5A der 5.Serie mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet. Alle britischen Skynet-5-Satelliten besitzen 15 X-Band (160 kHz) sowie 6 (38 kHz) und 3 (8 kHz) P-Band Lineartransponder. Der Downlink im P-Band zwischen 245.150-262.650 MHz ist in 5 Frequenzbänder unterteilt, welche eine Breite von 2.7 MHz besitzen und einen Abstand von 1 MHz zueinander haben. Sowohl im Downlink wie auch im Uplink wird bei den 38-kHz-Transpondern ein etwas abnomales Raster verwendet was stehts auf .x00; .x30; x50 oder .x80 endet. Am 14.November 2007 wurde der zweite Satellit Skynet 5B ebenfalls mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet. Noch während des Transfer-Orbits hat Paul J. Marsh. G7EYT/M0EYT alle P-Band Transponder gefunden. Am 13.Juni 2008 wurde dann der vorerst letzte Satellit der 5.Serie der Skynet 5C mit einer Ariane 5 Trägerrakete in den GEO gebracht. Danach wurde entschieden noch einen weiteren Satelliten zu bauen, der dann als Skynet 5D 4 Jahre später am 19.Dezember 20012 ebenfalls mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet worden ist. Der Skynet 5D soll im Gegensatz du seinen drei Vorgängern die doppelte Anzahl an UHF Lineartranspondern besitzen. Ebenfalls anders ist, dass jetzt auch die Transponder im X-Band einen Cross Band Uplink im UHF besitzen. Damit ist es möglich den kompletten UHF Uplinkbereich auf eine Breite von 28 MHz darzustellen.

Skynet-5

Transponder Bereiche

Anzahl der Transponder Skynet 5A - 5C

Anzahl der Transponder Skynet 5D

245.150 - 247.850 MHz  1 [38 kHz]  2 [38 kHz]
248.850 - 251.550 MHz  3 [38 kHz] und 3 [8 kHz] 3 [38 kHz] und 3 [8 kHz]
252.550 - 255.250 MHz  1 [38 kHz]  2 [38 kHz]
256.250 - 258.950 MHz  1 [38 kHz]  2 [38 kHz]
259.950 - 262.650 MHz  1 [38 kHz]  2 [38 kHz]
Transponder Bereiche Skynet 5A Skynet 5B Skynet 5C Skynet 5D
TPX Frequenz / Bandbreite TPX Frequenz / Bandbreite TPX Frequenz / Bandbreite TPX Frequenz / Bandbreite
245.150 - 247.850 MHz 245.850 MHz [38 kHz]
(vorher 245.800 MHz)
245.200 MHz [38 kHz]
(vorher 247.380 MHz)
245.800 MHz [38 kHz]
(vorher 245.900 MHz)
245.900 MHz [38 kHz]
247.380
MHz [38 kHz]
(vorher 246.500;
245.950 MHz)
248.850 - 251.550 MHz 249.480 MHz [8 kHz] 250.140 MHz [8 kHz]
(vorher 250.150; 249.900 MHz)
249.830 MHz [8 kHz]
(vorher 249.900; 250.130 MHz)
250.150 MHz [8 kHz]
249.530 MHz [8 kHz]
(vorher 249.500 MHz)
249.840 MHz [8 kHz]
(vorher 249.450 MHz)
249.500 MHz [38 kHz] 249.900 MHz [8 kHz]
249.850 MHz [8 kHz]
(vorher 250.130 MHz)
250.160 MHz [8 kHz]
(vorher 250.180 MHz)
249.920 MHz [38 kHz]
(vorher 249.870; 250.100 MHz)
249.950 MHz [8 kHz]
250.100 MHz [38 kHz]
(vorher 249.850 MHz)
249.880 MHz [38 kHz]
(vorher 249.500 MHz)
249.450 MHz [38 kHz]
(vorher 249.910; 249.880 MHz)
250.050 MHz [38 kHz]
250.230 MHz [38 kHz]
(vorher 250.200 MHz)
249.930 MHz [38 kHz] 249.550 MHz [38 kHz] 250.300 MHz [38 kHz]
251.200 MHz [38 kHz] 250.190 MHz [38 kHz]
(vorher 249.950; 250.180 MHz)
251.250 MHz [38 kHz] 251.100 MHz  [38 kHz]
252.550 - 255.250 MHz 253.700 MHz [38 kHz]
(vorher 253.400;
253.430; 253.930 MHz)
254.830 MHz [38 kHz]
(vorher 253.980; 254.730 MHz)
253.805 MHz [38 kHz]
(vorher 253.900; 254.730;
253.500; 253.995 MHz)
253.400 MHz [38 kHz]
254.730
MHz [38 kHz]
(vorher
254.830; 253.900 MHz)
256.250 - 258.950 MHz 257.600 MHz [38 kHz]
(vorher 257.500;
256.450; 257.700 MHz)
257.900 MHz [38 kHz] 256.600 MHz [38 kHz] 256.450 MHz [38 kHz]
257.700 MHz
[38 kHz]
(vorher 257.900; 257.700 MHz)
259.950 - 262.650 MHz 261.100 MHz [38 kHz]
(vorher 261.280; 261.200 MHz)
261.200 MHz [38 kHz]
(vorher 262.500; 260.250;
261.100; 261.150 MHz)
261.280 MHz [38 kHz]
(vorher 262.200;
261.350; 261.100 MHz)
260.900 MHz [38 kHz]
262.000 MHz
[38 kHz]
(vorher 261.200 MHz)
Die grau hinterlegten Transponder Frequenzen sind derzeit aktiv.
SICRAL

SICRAL 1 (Sistema Italiano per Comunicazioni Riservate ed Allarmi. dt.Italienisches System für vertrauliche Kommunikation und Alamierungen) wurde zusammen mit Skynet 4F am 07.Februar 2001 mit einer Ariane 4 Trägerrakete gestartet. SICRAL 1 ist der erste italienische Satellit für militärische Kommunikation der italienischen Streitkräfte. Am 20.April 2009 wurde mit einer Zenit-3SL Trägerrakete von der mobilen Sea Launch Plattform im pazifischen Ozean, der zweite Satellit SICRAL 1B gestartet. Beide SICRAL Satelliten sind mit 3 P-Band, 5 X-Band und 1 Ka-Band Transponder ausgestattet. Die Besonderheit ist, daß zwischen den P-Band und X-Band Transpondern ein Cross Band Link besteht. Ronald Rensen von Mysteryship ist der Entdecker der P-Band Transponder des SICRAL 1B. Wo der SICRAL 1 einen scheinbar zusammenhängenden P-Band Transponder mit einer Breite von 150 kHz besitzt, besteht SICRAL 1B aus einzelne 37-kHz-Transpondern, welche durch Lücken getrennt sind und verschiebbar sind.

SICRAL 1

SICRAL 1 SICRAL 1B
Transponder Bereich Transponder Bereich
252.200 - 252.350 MHz 252.400 - 252.650 MHz
258.150 - 258.300 MHz 259.975 - 260.175 MHz
267.100 - 267.250 MHz 267.875 - 268.100 MHz
Transponder
Bandbreite
SICRAL 1 SICRAL 1B
Transponder Frequenz Transponder Frequenz
25 / 37 kHz 252.225 MHz 252.400 MHz
25 / 37 kHz 252.250 MHz 252.450 MHz
25 / 37 kHz 252.275 MHz 252.500 MHz
25 / 37 kHz 252.300 MHz 252.550 MHz
25 / 37 kHz 252.325 MHz 252.625 MHz (vorher 252.650; 252.600 MHz)
25 / 37 kHz 252.350 MHz 259.975 MHz
25 / 37 kHz 258.175 MHz 260.025 MHz
25 / 37 kHz 258.200 MHz 260.075 MHz
25 / 37 kHz 258.225 MHz 260.125 MHz
25 / 37 kHz 258.250 MHz 260.175 MHz
25 / 37 kHz 258.275 MHz 267.875 MHz
25 / 37 kHz 267.125 MHz 267.950 MHz (vorher 267.925 MHz)
25 / 37 kHz 267.150 MHz 268.000 MHz
25 / 37 kHz 267.175 MHz 268.050 MHz
25 / 37 kHz 267.200 MHz 268.100 MHz
25 kHz 267.225 MHz  
ComSatBw

Am 01.Oktober 2009 wurde der erste deutsche militärische Nachrichtensatellit der Bundeswehr ComSatBw 1 mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet. Die ComSatBw Serie ist mit 5 P-Band und 4 X-Band Transpondern ausgestattet. Mit einem Satellitensystem von zwei geostationär positionierten Satelliten, will die Bundeswehr ein Gebiet von Amerika bis nach Ost-Asien abdecken. Die Satelliten werden für die Kommunikation der entlegenen Truppen wie z.B. auf dem Balkan, am Horn von Afrika oder in Afghanistan zum Hauptquartier in Potsdam verwendet. Die Nutzungsdauer liegt in einem Zeitrahmen von 15 Jahren. Der zweite Satellit ComSatBw 2 ist am 22.Mai 2010 ebenfalls mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet worden.
Ronald Rensen von Mysteryship ist der Entdecker der P-Band Transponder des ComSatBw 1.

ComSatBw

Transponder
Bandbreite
ComSatBw 1 ComSatBw 2
Transponder Frequenz Transponder Frequenz
38 kHz 244.275 MHz
(vorher 243.625; 244.975 MHz)
243.625 MHz
(vorher 244.975 MHz)
38 kHz 249.400 MHz
(vorher 248.750; 248.175; 253.750 MHz)
248.750 MHz
(vorher 249.400 MHz)
38 kHz 251.775 MHz
(vorher 254.775; 250.900 MHz)
250.900 MHz
38 kHz 255.775 MHz
(vorher 255.500; 255.450 MHz)
254.775 MHz
(vorher 255.775 MHz)
38 kHz 259.425 MHz
(vorher 259.250 MHz)
259.150 MHz
(vorher 259.425 MHz)
Intelsat

Am 25.März 2012 wurde der Intelsat 22 mit einer Proton Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet. Erstmals wurde ein Intelsat Satellit mit einer UHF-Nutzlast ausgestattet. Der Intelsat 22 ist in der IOR auf 72.1° Ost positioniert worden und soll dort den Leasat F5 ablösen. Der Hauptnutzer ist die Australian Defense Force. Am 01.Februar 2013 gab es den Start des Intelsat 27, der ebenfalls mit einer UHF-Nutzlast ausgestattet war und auf 55.5° West positioniert werden sollte. Durch eine Fehlfunktion der Zenit Trägerrakete war aber leider der Satellit beim Start verloren gegangen. Als Ersatz für den Intelsat 27 soll 2015 der Intelsat 34 gestartet werden.

Die UHF-Nutzlast ist im Downlink in neun Bereiche aufgeteilt. Es gibt sowohl schmalbandige Transponder mit einer Bandbreite von 6 kHz, als auch breitbandige Transponder mit einer Bandbreite von 34 kHz. Insgesamt können bis zu 20 nur breitbandige Transponder oder bis zu 42 nur schmalbandig Transponder oder eine gemischte Anzahl von bis zu 33 schmal- und breitbandigen Transpondern geschaltet werden.


© Intelsat.com

Transponder Bereiche EIRP Intelsat 22
Transponder Frequenz / Bandbreite
243.525 - 244.225 MHz 28.9 dBW 243.800 MHz [34 kHz]
250.350 - 252.400 MHz 28.9 dBW 251.600 MHz [34 kHz]
252.300 MHz [34 kHz]
253.550 - 255.925 MHz 28.9 dBW 253.975 MHz [6 kHz]
254.025 MHz [6 kHz]
254.500 MHz [6 kHz]
254.575 MHz [6 kHz]
254.625 MHz [6 kHz]
254.650 MHz [6 kHz]
255.650 MHz [6 kHz]
255.675 MHz [6 kHz]
256.850 - 258.900 MHz 28.9 dBW 257.575 MHz [34 kHz]
257.775 MHz [34 kHz]
260.375 - 260.700 MHz 28.9 dBW 260.550 MHz [34 kHz] UFO F10/F11 ?
261.600 - 262.300 MHz 28.9 dBW -
263.575 - 263.925 MHz 28.9 dBW -
265.250 - 265.950 MHz 28.9 dBW 265.675 MHz [34 kHz]
265.850 MHz [34 kHz]
266.750 - 268.150 MHz 28.9 dBW 268.025 MHz [34 kHz]
SDS (Satellite Data System)

Die SDS-Satelliten (Satellite Data System) sind ein Satellitensystem der U.S. Air Force zum Einsatz für die Versorgung der nördlichen Polargebiete. Geostationäre Satelliten sind auf Grund der geringen Elevation in diesen Gebieten schlecht bzw. oberhalb vom 82. Breitengrades überhaupt nicht mehr empfangbar. Die Hauptaufgabe der SDS-Satelliten ist es als Echtzeit-Datenrelais zu arbeiten, um Aufklärungsfotos von den umlaufenden KeyeHole Spionagesatelliten zum Boden zu leiten. Außerdem sollen sie auch nukleare Explosionen mit Hilfe von Infrarot-Sensoren entdecken können.
Von den insgesamt sieben Satelliten der 3.Serie, befindet sich der SDS 3-F2 (USA 155), SDS 3-F3 (USA 162), SDS 3-F6 (USA 227) und SDS 3-F7 (USA 236) auf einer geostationären Position. Der SDS 3-F1 (USA 137), SDS 3-F4 (USA 179) und der SDS 3-F5 (USA 198) ist hingegen in einem HEO (Highly Elliptical Orbit) bzw. einer Molnija (stark elliptischen) Umlaufbahn, die eine Bahnneigung (Inklination) von 63.4° besitzt. Von der 2.Serie ist noch der SDS 2-F2 (USA 67) im GEO und der SDS 2-F4 (USA 125) in einem HEO aktiv. Natürlich werden normal von NORAD keine Keplerelemente von den eigenen Militärsatelliten herausgegeben, so daß man zu den selbst erstellten Bahnelementen der "Späher-Jäger" greifen muß.
Die SDS-Satelliten sind keine klassischen 2-Wege-Kommunikationssatelliten, sie haben vielmehr einen Downlink wo nur Datenübertragungen stattfinden können. Weiter sind die SDS-Satelliten für unterschiedlichen UHF-Bandbreiche ausgelegt. Der SDS 2-F4 (USA 125) und der SDS 3-F1 (USA 137) besitzen einen 65 kHz breiten Downlink im Air Force Bereich (AFSATCOM) im Bandplan Delta, wo mehr als 20 schmalbandige Datensignale mit 75 bps übertragen werden können. Die restlichen Satelliten haben mehrere Downlinks im Fleet Broadcast Bereich.

SDS 2
© Globalsecurity.org

Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenzband
Transponder
Benutzer
65 kHz 243.695 - 243.760 MHz SDS 2-F4 (USA 125) im HEO
SDS 3-F1 (USA 137) im HEO
Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenz
Transponder
Benutzer
25 kHz 250.075 MHz

SDS 3-F3 (USA 162) im GEO

25 kHz 250.200 MHz

Skynet 5A

25 kHz 250.225 MHz  
25 kHz 251.275 MHz

SDS 3-F5 (USA 198) im HEO

25 kHz 251.300 MHz  
25 kHz 251.325 MHz

SDS 3-F2 (USA 155) im GEO

25 kHz 251.700 MHz

SDS 3-F4 (USA 179) und SDS 3-F5 (USA 198) im HEO

25 kHz 256.375 MHz

SDS 3-F4 (USA 179) und SDS 3-F5 (USA 198) im HEO

25 kHz 256.475 MHz

SDS 3-F3 (USA 162) im GEO

25 kHz 257.825 MHz  
25 kHz 258.775 MHz

SDS 3-F2 (USA 155) im GEO

25 kHz 258.800 MHz

SDS 3-F5 (USA 198) im HEO

25 kHz 260.950 MHz  
25 kHz 262.675 MHz

SDS 3-F6 (USA 227) im GEO

25 kHz 263.225 MHz

SDS 3-F3 (USA 162) im GEO

25 kHz 263.250 MHz  
25 kHz 263.375 MHz  
25 kHz 267.550 MHz

SDS 3-F3 (USA 162) im GEO

25 kHz 267.575 MHz  
25 kHz 267.800 MHz  
25 kHz 267.825 MHz  
25 kHz 268.675 MHz

SDS 3-F2 (USA 155) im GEO

25 kHz 268.700 MHz  
25 kHz 268.925 MHz  
25 kHz 268.950 MHz  
TacSat 4

TacSat 4 ist der vierte Satellit einer experimentellen Serie von Aufklärungs- und Kommunikationssatelliten des US-Militärs. Er wurde am 27.September 2011 mit einer Minotaur 4+ Trägerrakete in einem HEO (Highly Elliptical Orbit) bzw. einer Molnija (stark elliptischen) Umlaufbahn mit einer Bahnneigung (Inklination) von ca. 63° gebracht. Der TacSat 4 besitzt einen Antennenreflektor mit einem Durchmesser von 3.80 m für die UHF-Nutzlast. Damit ist es möglich auch Signale von nicht mit Spezialantennen ausgerüsteten Einheiten aufzunehmen. TacSat 4 trägt insgesamt 10 schmalbandige Lineartransponder im P-Band. Zusätzlich besitzt er noch einen Transponder im X-Band, sowie einen 5000 kHz breiten MUOS (Mobile User Objective System) Transponder der im Bereich von 300-320 MHz, aufgeteilt für 4 mögliche Transponderbereiche (Mittenfrequenzen: 302.5; 307.5; 312.5 und 317.5 MHz) für den Downlink arbeitet.


© JHU/APL

Transponder Bandbreite Transponder Frequenz
ca. 40-56 kHz 249.600 MHz
ca. 40-56 kHz 252.950 MHz
ca. 40-56 kHz 253.000 MHz
ca. 40-56 kHz 254.125 MHz
MILSTAR

Die MILSTAR-Satelliten (Military Strategic and Tactical Relay) sind die wichtigsten geostationären Nachrichtensatelliten für das U.S.-Militär. Sie übertragen die wesentliche Kommunikation für Befehle und Steuerung der strategischen und taktischen Kräfte von allen Niveaus in einen Konflikt. Der AFSATCOM Bereich wird bei den MILSTAR-Satelliten für die Verbreitung von EAM (Emergency Action Message) genutzt. Dies sind vorformatierte Befehle für die leitfähigen nuklearen Kräfte zur Ausführung von Angriffen oder Gegenmaßnahmen in einem nuklearen Krieg. Am 07.Februar 1994 wurde der erste von zwei Satelliten der 1.Serie gestartet. Zwischen 1999 bis 2003 wurden dann 4 Satelliten der 2.Serie in den Orbit befördert. Der erste Satellit 2-F2 dieser Serie erlitt einen Fehlstart und konnte nicht erfolgreich in den GEO gebracht werden. Mit einer Konstellation von vier geostationären Satelliten, würde es eine weltweite Abdeckung zwischen den Breitengraden 65° Süd und 65° Nord geben. Die 1. und 2.Serie hat jeweils einen 40 kHz breiten Downlink im Air Force Bereich (AFSATCOM II-R) und einen einzigen Fleet Broadcast Transponder pro Satellit. Insgesamt soll ein MILSTAR-Satellit 37 separate Downlinks haben.

MILSTAR 2
© Globalsecurity.org

  Transponder Bereiche Transponder Sendeleistung
AFSATCOM 243.700 - 244.500 MHz 30 Watt
Fleet Broadcast 250.400 - 253.100 MHz 50 Watt
Transponder
Bandbreite
MILSTAR 1-F1 MILSTAR 2-F3
Transponder Frequenz Transponder Frequenz
50 kHz 243.800 - 243.850 MHz 243.760 - 243.810 MHz
Meridian

Die Meridian-Satelliten sind militärische Nachrichtensatelliten von Russland, welche die damalige Molnija Satellitenserie ersetzt. Die Satelliten befinden sich in einem HEO (Highly Elliptical Orbit) bzw. einer Molnija (stark elliptischen) Umlaufbahn, mit einer Bahnneigung (Inklination) von ca. 63°. Die Aufgabe der Meridian-Satelliten beschreibt man darin, Kommunikation zwischen Schiffen, Flugzeugen und Küstenstationen der Eispatrouille zu übertragen, welche die Eisüberwachung im Bereich der nördlichen See-Routen durchführen.
Schon seit dem Start von Meridian 1 im Dezember 2006 gab es die Spekulation, daß die Meridian-Satelliten eine UHF-Nutzlast tragen könnten. Im Dezember 2010 fand schließlich ein Mitglied der HearSat Mailingliste einen ca. 1000 kHz breiten Lineartransponder im P-Band, von dem im Mai 2009 gestarteten Satelliten Meridian 2. Dieser arbeitet mit einem festen Sendezyklus nur über den nördlichen Breitengraden. Man hat einen automatischen Einschaltzeitpunkt bei MA50 (Mean Anomaly) und bleibt danach für eine Dauer von ca. 6 Stunden aktiv. Die Satelliten Meridian 1 und 3 der Serie haben anstatt einen Transponder im P-Band, einen ca. 3000 kHz breiten Transponder im C-Band. Darüber hinaus sollen die Meridian-Satelliten auch im Bereich des L-Bandes zwischen 992-1002 MHz arbeiten. Im Mai 2011 und November 2012 starteten zwei weitere Satelliten dieser Serie mit der Bezeichnung Meridian 4 und Meridian 6. Diese besitzen ebenfalls einen ca. 1000 kHz breiten Lineartransponder im P-Band. Noch im Juli 2011 wurde von allen fünf Meridian-Satelliten ein ca. 38 kHz breiter UHF Lineartransponder gefunden, welcher ebenfalls wie die P-Band Lineartransponder einen Einschaltzeitpunkt bei MA50 besitzt und mit der gleichen Dauer von ca. 6 Stunden in Betrieb ist.

Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenzband
Transponder
Benutzer
1000 kHz 277.400 - 278.400 MHz Meridian 2 und Meridian 6 im HEO
1000 kHz 278.400 - 279.400 MHz Meridian 4 im HEO
Transponder
Bandbreite
Meridian 1 Meridian 2 Meridian 3 Meridian 4 Meridian 6
Transponder Frequenz Transponder Frequenz Transponder Frequenz Transponder Frequenz Transponder Frequenz
38 kHz 483.500 MHz 484.000 MHz 483.745 MHz 483.750 MHz 484.250 MHz
Leasat F5 (Leased Satellite)

Leasat F5 (Syncom IV-5) wurde als letzter Satellit seiner Serie am 09.Januar 1990 vom Space Shuttle Columbia während der Mission STS-32 in die Umlaufbahn transportiert. Hauptsächlich war Leasat F5 in der IOR und POR positioniert und wurde von der australischen Navy genutzt. Die Leasat (Leased Satellite) Satelliten wurden ursprünglich entwickelt um das FltSatCom Satellitensystem zu erweitern. Zwischen März bis August 2010 wurde Leasat F5 im GEO von 100° Ost auf 72° Ost in die Nachbarschaft der UFO-Satelliten F10 und F11 verschoben. Ein nicht genannt werden wollender Hörer konnte am 08.Juli 2010 die Lineartransponder in den Whiskey, Yankee und Zulu Bandplänen aufspüren, als Leasat F5 langsam aus östlicher Richtung in Funksicht kam. Alle Satelliten der Leasat Serie besitzen 5 schmalbandige Lineartransponder mit ca. 6 kHz Bandbreite, 6 schmalbandige Lineartransponder mit ca. 38 kHz und einen breitbandigen Lineartransponder von 500 kHz aufgeteilt auf 21 Kanälen zu 25 kHz.

Leasat

Transponder Bereiche EIRP Leasat F5
Transponder Frequenz / Bandbreite
243.855 - 243.910 MHz 16.5 dBW 243.855 MHz [6 kHz]
243.955 - 244.010 MHz 16.5 dBW -
244.055 - 244.110 MHz 16.5 dBW -
244.155 - 244.210 MHz 16.5 dBW -
250.350 - 250.650 MHz 26 dBW -
251.850 - 252.150 MHz 26 dBW 252.050 MHz [38 kHz]
253.550 - 253.850 MHz 26 dBW 253.750 MHz [38 kHz]
255.250 - 255.550 MHz 26 dBW 255.450 MHz [38 kHz]
256.850 - 257.150 MHz 26 dBW 257.050 MHz [38 kHz]
258.350 - 258.650 MHz 26 dBW 258.550 MHz [38 kHz]
260.350 - 260.850 MHz 28 dBW -
261.450 - 261.950 MHz 28 dBW -
262.050 - 262.550 MHz 28 dBW -
263.550 - 264.050 MHz 28 dBW -
265.250 - 265.550 MHz 26 dBW 265.450 MHz [38 kHz]
DSCS (Defense Satellite Communications System)

Die DSCS-Satelliten (Defense Satellite Communications System) sind militärische geostationär positionierte Nachrichtensatelliten der USA. Sie dienen für die Kommunikation zwischen den Dienststellen in den USA und den weltweit verteilten Militärstützpunkten. Die DSCS 3 Satelliten besitzen einen einzigen SCT (Single Channel Transponder ) im Air Force Bereich (AFSATCOM), als sekundäre Kommunikationsnutzlast. Nach verschiedenen Angaben sollen die DSCS-Satelliten u.a. im Bandplan Delta aktiv sein, wie ihn auch schon die SDS-Satelliten im HEO nutzen. Es gibt aber auch noch den Bandplan Echo, der im Moment von keinen anderen UHF-Satelliten genutzt wird. In einer Frequenzliste fand ich die Frequenz 242.500 MHz für den DSCS 3-F5 (USA 78), welche dann schon in einem Volna Band liegen würde. Zusätzlich zum UHF besitzen die DSCS 2 Satelliten noch 2 Transponder und die DSCS 3 Satelliten noch 6 Transponder im X-Band.

DSCS
© Globalsecurity.org

Transponder
Frequenz
Transponder
Benutzer
242.500 MHz DSCS 3-F5 (USA 78)
Volna

Das russische Volna (dt. Welle) Kommunikationssystem ist das militärische Gegenstück zum UHF-SatCom der westlichen Welt. Es arbeitet in den Bereichen für den Uplink von 335-400 MHz und von 240-322 MHz für den Downlink. Volna sind keine eigenständigen Satelliten, sondern viel mehr Nutzlasten an russischen Militärsatelliten. Hauptsächlich kann man es an den geostationären Raduga (dt. Regenbogen) Satelliten finden. Die geeigneten Positionen für Europa sind auf 44.5° Ost mit dem Raduga 1-5 und auf 70.2° Ost mit dem Raduga 1M-1.

Frequenzbereiche
240.000 - 242.875 MHz
243.125 - 243.520 MHz
244.300 - 248.580 MHz
259.920 - 260.120 MHz
261.050 - 261.250 MHz
262.850 - 263.150 MHz
264.250 - 265.150 MHz
270.075 - 275.000 MHz
280.000 - 292.805 MHz
311.350 - 316.572 MHz
317.500 - 322.000 MHz
NOSS 2 und Singleton

Die NOSS-Satelliten gehören zum sogenannten "Naval Ocean Surveillance System", kurz NOSS. Diese besitzen ein Millimeterwellen-Radar um damit durch Hilfe von Radio-Interferometrie Schiffe lokalisieren zu können. Die eigentliche Aufgabe dieser Satelliten ist aber geheim. Die 2.Serie besteht aus einem Cluster von drei durch Seilen verbundenen Satelliten, die sich in einer Dreiecks-Formation als umlaufende LEO-Satelliten um die Erde bewegen. Wenn sie sich über West-Europa befianden wurde regelmäßig der UHF-Downlink aktiviert.

NOSS 2
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Signal-Bandbreite Modulation Frequenz Satellit
60 kHz PSK 250.150 MHz NOSS 2-2 (C) (USA 74) im LEO
NOSS 2-2 (D) (USA 76) im LEO
NOSS 2-2 (E) (USA 77) im LEO
60 kHz PSK 250.150 MHz NOSS 2-3 (D) (USA 120) im LEO
NOSS 2-3 (C) (USA 121) im LEO
NOSS 2-3 (E) (USA 122) im LEO
Die Singleton Serie gehört zum "Wide Area Surveillance System", kurz WASS der USAF. Diese LEO-Satelliten besitzen eine Radarantenne mit einem Durchmesser von 10 Meter. Wie auch bei den NOSS-Satelliten wurde bei ihm über West-Europa der UHF-Downlink aktiviert.

Singleton
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Signal-Bandbreite Modulation Frequenz Satellit
25 kHz PSK 258.150 MHz Singleton 3 (USA 81) im LEO
Mitschnitte über UHF Militär Satelliten

MilSatCom:

Operation Noble Endeavor, Sicherheit für den NATO-Gipfel 2008 in Bukarest am 03.04.2008 von 12:12-13:25MESZ auf 261.450MHz über  FltSatCom F8

Am Tag 2 vom NATO-Gipfel hat es sich um direkte Kommunikantion über Satellit gehandelt.

Operation Noble Endeavor, Sicherheit für den NATO-Gipfel 2008 in Bukarest am 04.04.2008 von 14:45-19:30MESZ auf 261.450MHz über FltSatCom F8

Am Tag 3 vom NATO-Gipfel wurde die komplette lokale Kommunikation nur über Satellit weitergeleitet.

Sicherung des Luftraums per AWACS für den EU-USA-Gipfel 2008 in Brdo, Slowenien am 10.06.2008 von 11:53-16:47MESZ auf 261.675MHz über FltSatCom F8

Radiosender:

Jingle des Radiosenders "Radio Pop via de Colón" auf 254.097MHz über NATO 4A

Musik des Radiosenders "Radio Pop via de Colón" auf 254.097MHz über NATO 4A

Jingle des Radiosenders "Radio Colina" auf 265.347MHz über UFO F2

Jingle des Radiosenders "Radyo ng Bayan" auf 253.400MHz über MILSTAR 2-F3

SatCom-Piraten:

Deutsche Runde mit Satcom-Piraten am 24.08.2005 auf 258.175MHz über SICRAL

Die deutschsprachigen Satcom-Piraten Alois, Harry, Max und Walter die ihre Reichweite illegal durch einen geostationären Satelliten um einige tausend Kilometer erweitern.

Deutsche Runde mit Satcom-Piraten am 02.06.2011 auf 258.200MHz digital via D-Star über SICRAL

Comeback der deutschsprachigen SatCom-Piraten Alois und Walter via D-Star.

Links zum Thema UHF Militär Satelliten

UHF-Satcom.com von Paul J. Marsh. G7EYT/M0EYT
Simon's SatCom Page
Milcom Monitoring von Larry Van Horn. N5FPW
TacSat.com - Monitoring the Milsats
UHF SATCOM Satellite Downlinks Receivable in the US von Matt Blaze

Listen als PDF-Dateien

Frequenzliste: UHF MilSat im GEO. HEO und LEO (Update: 11.05.13)
UHF MilSat Bänder (Update: 07.12.11)


letzte Änderung: 22.11.2014

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