UHF Militär-Satelliten im GEO, HEO und LEO

Alles hier Beschriebene dient nur zur Dokumentation und ist auf keinen Fall eine Anleitung für das Empfangen !

Die Aufgaben der UHF-Satelliten:

UHF-Mil-Station
Portable Terminal Spitfire AN/PSC-5
für Sprechfunk- und Datenkommunikation

mit einer DM C120 High Gain Antenne
für den UHF-Satelliten Einsatz. Es ist eine
1-Man-Funkanlage was in 10 Minuten

aufgebaut und betriebsbereit ist.

Das U.S. Militär und die NATO hat ein weltweites Satellitennetz an geostationären UHF-Satelliten, die im Bereich des P-Bandes von 243-270 und 292-318 MHz in FM arbeiten. Diese dienen als Kommandosatelliten und haben die Aufgabe taktischen Daten- und Sprechfunkverkehr zwischen militärischen Bodenstationen, Schiffen, Flugzeugen und mobilen Landstreitkräften zu transportieren, die ohne aufwendige Antennenanlagen über einen Satelliten senden und empfangen möchten. Kurz gesagt zu allen Fahrzeugen die kein großes und kompliziertes Equipment wie z.B. eine Parabollantenne mit sich führen können, der für höhere gerne genutzte Frequenzbereiche des Militärs von nöten ist. Aber auch für besondere Zwecke wie z.B. für einem Start eines Space Shuttle, werden die UHF-Satelliten von Cape Radio der U.S. Air Force und den beteiligten Hilfskräften für das Shuttle Launch Support Nets genutzt.

Was ist zu hören ?:

Der gesamte Sprechfunkverkehr der U.S.-Regierung und dem Militär, wird fast ausschließlich digital über die UHF-Satelliten übertragen. Es kommen da u.a. solche abhörsicheren Dekodierverfahren wie ANDVT, KG-84, STANAG 4231 oder VINSON zum Einsatz. Lediglich über die SICRAL Satelliten wird noch vereinzelt analoger und somit unkodierter Sprechfunkverkehr abgewickelt. Im Jahre 1998 haben die Funk-Spezialisten Michael (Mike) Höhn, Oscar Diez und der Autor Christian Mass der spannenden Folgen von "Spionage selbstgemacht", in der Zeitschrift "Tele Satellit" heraus gefunden, daß die UHF-Satelliten keinerlei Sicherheitstechniken haben, die das nicht gestattete senden über die UHF-Satelliten verhindern soll. Somit gibt es außer militärischer Kommunikation auch viele ungewollte Übertragungen, von z.B. Telefon-Linkstrecken die für die Versorung in ländlichen Gebieten in Russland und im asiatischen Raum eingesetzt werden. Diese funktionieren auf der Basis eines lokalen Telefonnetzes mit einer hohen Sendeleistung mit bis zu 60 Watt im Uplinkband der Transponder. Aber auch exotische Radiostationen sind hin und wieder zu hören, die eine Reise um den halben Erdball machen, welche ihr Radioprogramm vom Studio zum Sender ebendfalls über Linkstrecken übertragen und da ausgerechnet Frequenzen des Uplinkbandes nutzen. Vielmals gibt es auch ungewollten Flugfunk in AM, da sich ja die UHF-Satelliten mit dem militärischen Flugfunk den UHF-Frequenzbereich teilen muß. Da die UHF-Satelliten nicht unterscheiden können, ob es gewollt oder ungewollte Kommunikation ist, senden sie einfach alles Empfangene wieder auf der Downlinkfrequenz des jeweiligen Lineartransponders zurück zur Erde. Das negative ist an der Sache nur, daß es aber auch mehr als ach so schlaue Funkpiraten gibt, die die Offenheit der UHF-Satelliten schamlos ausnutzten und diese sich als weltweiten HighTech-CB-Funk zu nutzen verstehen.

Empfangspraxis:

Die UHF-Satelliten sind 36.000 km von der Erde entfernt in einer geostationären Umlaufbahn, wo sie somit ganztägig im Downlinkbereich von 243-270 MHz zu empfangen sind. Der Empfang funktioniert im freien mit meinen Handscanner AOR AR8000 und aufgesteckter Teleskopantenne in einer 45° Stellung, die auf optimale 27-30cm ¼ Lambda ausgezogen wird, mit einen ausreichenden Signalpegel von max. S5-S7 schon sehr gut. Auch mit einer Groundplane habe ich gute Erfahrungen gemacht, da diese einen Erhebungswinkel bis 30° besitzt und die geostationären Satelliten auch nicht viel höher in der Elevation stehen. Viel besser sind aber schon Yagi-Antennen, da diese doch gegenüber Rundstrahlantennen einen Antennen-Gewinn in der Empfangsleistung aufweisen. Da die UHF-Satelliten in einer rechtsdrehenden kreisförmigen (zirkularen) Polarisation arbeiten, bringen Helical- bzw. Wendelantennen oder Kreuz-Yagi's die optimale Empfangsleistung. Komfortabler geht es dann nur noch mit den portablen UHF-Antennen der U.S.- und NATO-Streitkräften.
Die meisten der Lineartransponder der UHF-Satelliten sind aus taktischen Gründen immer aktiv, auch wenn gerade nichts darüber übertragen wird. Man kann sie dann ganz einfach an einem ständigen Transponderrauschen erkennen, der mit einem geringen Signalpegel stehts vorhanden ist. Um noch unbekannte Lineartransponder aufspüren zu können, eignet sich die Modulationsart SSB am besten. Denn somit kann man das Transponderrauschen der Lineartransponder besser hörbar machen. Die meisten schmalbandigen Lineartransponder haben eine Bandbreite von 25 oder 38 kHz, wo es durchaus möglich ist, mehrere Signale zeitgleich mit ein paar Kilohertz Abstand zu übertragen. Beim Umsetzen der Signale berücksichtigen die Lineartransponder dabei immer die Empfangsfeldstärke bei der Verteilung der Sendeleistung.

Positionen von UHF Militär Satelliten

Position

Satelliten im GEO

52,5° West DSCS 3-F14 (USA 170) (AOR-W)
39,0° West MILSTAR 1-F1 (USA 99) (6° Inkliniert)
38,6° West DSP F16 (USA 75)
33,8° West Skynet 4F
28,0° West UFO F3 (USA 104) (Bandplan: Quebec) (AOR-W) (6° Inkliniert)
23,2° West UFO F7 (USA 127) (Bandplan: Papa) (AOR-W) (4° Inkliniert)
17,7° West Skynet 5C
15,3° West FltSatCom F8 (USA 46) (Bandplan: Bravo) (AOR-W) (9° Inkliniert)
12,0° West DSCS  3-F12 (USA 153) (AOR-E)
10,0° West SDS 3-F2 (USA 155)
06,0° Ost Skynet 5A
06,4° Ost Skynet 4C (10° Inkliniert)
07,7° Ost DSP F23 (USA 197)
11,8° Ost SICRAL 1B
13,2° Ost ComSatBw 2
16,2° Ost SICRAL 1
29,1° Ost UFO F2 (USA 95) (Bandplan: Oscar) (IOR) (6° Inkliniert)
30,0° Ost MILSTAR 2-F3 (USA 164)
35,0° Ost NATO 4B (8° Inkliniert)
35,7° Ost Skynet 4E (6° Inkliniert)
44,5° Ost Raduga 1-5
52,7° Ost Skynet 5B
59,9° Ost DSCS 3-F13 (USA 167) (IOR)
63,0° Ost ComSatBw 1
69,3° Ost DSP F21 (USA 159)
70,2° Ost Raduga 1M-1
71,3° Ost UFO F11 (USA 174) (Bandplan: November oder Quebec) (IOR)
72,7° Ost UFO F10 (USA 146) (Bandplan: November oder Quebec) (IOR)
~ 76 Ost
Drift -0,21°/d
Leasat F5 (Bandplan: Whiskey und Yankee) (14°Inkliniert)

Objekt-Nummer

Satelliten im HEO

23945 SDS 2-F4 (USA 125)
25148 SDS 3-F1 (USA 137)
28384 SDS 3-F4 (USA 179)
32378 SDS 3-F5 (USA 198)

Objekt-Nummer

Satelliten im LEO

21799
21808
21809
NOSS 2-2 (C) (USA 74)
NOSS 2-2 (D) (USA 76)
NOSS 2-2 (E) (USA 77)
23862
23908
23936
NOSS 2-3 (D) (USA 120)
NOSS 2-3 (C) (USA 121)
NOSS 2-3 (E) (USA 122)
21949 Singleton 3 (USA 81)

Objekt-Nummer

Satelliten im Friedhofs-Orbit

19687 Skynet 4B
(Drift -2,14°/d (westlich), 168 Tage pro Umlauf)
20401 Skynet 4A
(Drift -4,64°/d (westlich), 77 Tage pro Umlauf)
21047 NATO 4A
(Drift -7,26°/d (westlich), 49 Tage pro Umlauf)
22563 UFO F1
(Drift -3,69°/d (westlich), 97 Tage pro Umlauf)
25134 Skynet 4D
(Drift -4,05°/d (westlich), 88 Tage pro Umlauf)

FltSatCom (Fleet Satellite Communications)

FltSatCom-Satelliten (Abk. für Fleet Satellite Communications, wobei Fleet auf dt. Flotte heißt) sind geostationäre militärische Nachrichtensatelliten der U.S. NAVY, die zur Führung von Überwasser- und Unterwasserfahrzeugen sowie der maritimen Eingreiftruppen genutzt werden. Die Entwicklung des FltSatCom-Systems begann im Jahre 1971. Nach der Startphase von vier FltSatCom-Satelliten von 1978-1980 war das weltweite Netz vollständig. Es arbeitet mit drei ständig in Betrieb befindlichen Satelliten. Im Jahr 1981 folgte ein weiterer fünfter Satellit der als Reserve dienen sollte. Die FltSatCom-Satelliten haben eine hexagonale Form mit einer Höhe von 1,27 m und einen Durchmesser von 2,44 m, bei einem Gewicht von 987 kg. Die Lebensdauer wurde damals bis zu 5 Jahre bestimmt. Bis heute sind die Satelliten aber schon bis 6 Mal so lange aktiv gewesen. Als Sendeantenne nutzt man eine zirkulare Helical- bzw. Wendelantenne mit einem Antennenreflektor von 4,80 m Durchmesser. Bei der Empfangsantenne nutzt man eine 18fache gewundene Helicalantenne. FltSatCom ist der Vorgänger von dem heutigen UFO (UHF Follow-On) Satellitensystem, was dieses in seinen Funktionen eigentlich vollständig abgelösen sollte. Jeder der FltSatCom-Satelliten besitzt 12 schmalbandige Lineartransponder von je 5 kHz und 10 schmalbandige Lineartransponder von je 25 kHz Bandbreite. Zusätzlich gibt es noch einen breitbandigen Lineartransponder mit 575 kHz Bandbreite.

FltSatCom

Transponder
Kanal
Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenz
Bandplan: Alpha
Transponder
Frequenz
Bandplan: Bravo
Transponder
Frequenz
Bandplan: Charlie
Transponder
Frequenz
Bandplan: Delta
Transponder
Benutzer
1 25 kHz 250,450 MHz 250,550 MHz 250,650 MHz 250,350 MHz USN Fleet Broadcast
? 25 kHz 260,300 MHz 261,400 MHz 262,000 MHz 263,500 MHz ?
? 25 kHz 260,325 MHz 261,425 MHz 262,025 MHz 263,525 MHz ?
2-F1 25 kHz 260,350 MHz 261,450 MHz 262,050 MHz 263,550 MHz DoD
2-F2 25 kHz 260,375 MHz 261,475 MHz 262,075 MHz 263,575 MHz DoD
2-F3 25 kHz 260,400 MHz 261,500 MHz 262,100 MHz 263,600 MHz DoD
2-F4 25 kHz 260,425 MHz 261,525 MHz 262,125 MHz 263,625 MHz DoD
2-F5 25 kHz 260,450 MHz 261,550 MHz 262,150 MHz 263,650 MHz DoD
2-F6 25 kHz 260,475 MHz 261,575 MHz 262,175 MHz 263,675 MHz DoD
2-F7 25 kHz 260,500 MHz 261,600 MHz 262,200 MHz 263,700 MHz DoD
2-F8 25 kHz 260,525 MHz 261,625 MHz 262,225 MHz 263,725 MHz DoD
2-F9 25 kHz 260,550 MHz 261,650 MHz 262,250 MHz 263,750 MHz DoD
2-F10 25 kHz 260,575 MHz 261,675 MHz 262,275 MHz 263,775 MHz DoD
2-F11 25 kHz 260,600 MHz 261,700 MHz 262,300 MHz 263,800 MHz DoD
2-F12 25 kHz 260,625 MHz 261,725 MHz 262,325 MHz 263,825 MHz DoD
2-F13 25 kHz 260,650 MHz 261,750 MHz 262,350 MHz 263,850 MHz DoD
2-F14 25 kHz 260,675 MHz 261,775 MHz 262,375 MHz 263,875 MHz DoD
2-F15 25 kHz 260,700 MHz 261,800 MHz 262,400 MHz 263,900 MHz DoD
2-F16 25 kHz 260,725 MHz 261,825 MHz 262,425 MHz 263,925 MHz DoD
2-F17 25 kHz 260,750 MHz 261,850 MHz 262,450 MHz 263,950 MHz DoD
2-F18 25 kHz 260,775 MHz 261,875 MHz 262,475 MHz 263,975 MHz DoD
2-F19 25 kHz 260,800 MHz 261,900 MHz 262,500 MHz 264,000 MHz DoD
2-F20 25 kHz 260,825 MHz 261,925 MHz 262,525 MHz 264,025 MHz DoD
2-F21 25 kHz 260,850 MHz 261,950 MHz 262,550 MHz 264,050 MHz DoD
? 25 kHz 260,875 MHz 261,975 MHz 262,575 MHz 264,075 MHz DoD
3 25 kHz 251,950 MHz 252,050 MHz 252,150 MHz 251,850 MHz NAVY
4 25 kHz 253,650 MHz 253,750 MHz 253,850 MHz 253,550 MHz NAVY
5 25 kHz 255,350 MHz 255,450 MHz 255,550 MHz 255,225 MHz NAVY
6 25 kHz 256,950 MHz 257,050 MHz 257,150 MHz 256,850 MHz NAVY
7 25 kHz 258,450 MHz 258,550 MHz 258,650 MHz 258,350 MHz NAVY
8 25 kHz 265,350 MHz 265,450 MHz 265,550 MHz 265,250 MHz NAVY
9 25 kHz 266,850 MHz 266,950 MHz 267,050 MHz 266,750 MHz NAVY
10 25 kHz 268,250 MHz 268,350 MHz 268,450 MHz 268,150 MHz NAVY
11 25 kHz 269,750 MHz 269,850 MHz 269,950 MHz 269,650 MHz NAVY
12 5 kHz 243,945 MHz 244,045 MHz 244,145 MHz 243,845 MHz Air Force
13 5 kHz 243,955 MHz 244,055 MHz 244,155 MHz 243,855 MHz Air Force
14 5 kHz 243,960 MHz 244,060 MHz 244,160 MHz 243,860 MHz Air Force
15 5 kHz 243,965 MHz 244,065 MHz 244,165 MHz 243,865 MHz Air Force
16 5 kHz 243,970 MHz 244,070 MHz 244,170 MHz 243,870 MHz Air Force
17 5 kHz 243,975 MHz 244,075 MHz 244,175 MHz 243,875 MHz Air Force
18 5 kHz 243,980 MHz 244,080 MHz 244,180 MHz 243,880 MHz Air Force
19 5 kHz 243,985 MHz 244,085 MHz 244,185 MHz 243,885 MHz Air Force
20 5 kHz 243,990 MHz 244,090 MHz 244,190 MHz 243,890 MHz Air Force
21 5 kHz 243,995 MHz 244,095 MHz 244,195 MHz 243,895 MHz Air Force
22 5 kHz 244,000 MHz 244,100 MHz 244,200 MHz 243,900 MHz Air Force
23 5 kHz 244,010 MHz 244,110 MHz 244,210 MHz 243,910 MHz Air Force

UFO (UHF Follow-On)

Die UFO-Satelliten (Abk. für Ultra High Frequency Follow-On) sind geostationäre militärische Nachrichtensatelliten der U.S. NAVY, welche die Nachfolger der in die Jahre gekommenen Leasat und FltSatCom Satelliten sind. Sie sind größtenteils für Sprechfunk und für Übertragungen kleinere Datenraten ausgelegt. Jeder der UFO-Satelliten hat 21 schmalbandige Lineartransponder von je 5 kHz und 18 schmalbandige Lineartransponder von je 25 kHz Bandbreite.

UFO B3

Transponder
Kanal
Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenz
Bandplan: November
Transponder
Frequenz
Bandplan: Oscar
Transponder
Frequenz
Bandplan: Papa
Transponder
Frequenz
Bandplan: Quebec
Transponder
Benutzer
1 25 kHz 250,350 MHz 250,450 MHz 250,550 MHz 250,650 MHz USN Fleet Broadcast
2 25 kHz 251,850 MHz 251,950 MHz 252,050 MHz 252,150 MHz NAVY
3 25 kHz 253,550 MHz 253,650 MHz 253,750 MHz 253,850 MHz NAVY
4 25 kHz 255,250 MHz 255,350 MHz 255,450 MHz 255,550 MHz NAVY
5 25 kHz 256,850 MHz 256,950 MHz 257,050 MHz 257,150 MHz NAVY
6 25 kHz 258,350 MHz 258,450 MHz 258,550 MHz 258,650 MHz NAVY
7 25 kHz 265,250 MHz 265,350 MHz 265,450 MHz 265,550 MHz NAVY
8 25 kHz 266,750 MHz 266,850 MHz 266,950 MHz 267,050 MHz NAVY
9 25 kHz 268,150 MHz 268,250 MHz 268,350 MHz 268,450 MHz NAVY
10 25 kHz 269,650 MHz 269,750 MHz 269,850 MHz 269,950 MHz NAVY
11 25 kHz 260,375 MHz 260,575 MHz 260,425 MHz 260,625 MHz DoD
12 25 kHz 260,475 MHz 260,675 MHz 260,525 MHz 260,725 MHz DoD
13 25 kHz 261,575 MHz 262,075 MHz 261,625 MHz 262,125 MHz DoD
14 25 kHz 261,675 MHz 262,175 MHz 261,725 MHz 262,225 MHz DoD
15 25 kHz 261,775 MHz 262,275 MHz 261,825 MHz 262,325 MHz DoD
16 25 kHz 261,875 MHz 262,375 MHz 261,925 MHz 262,425 MHz DoD
17 25 kHz 263,575 MHz 263,775 MHz 263,625 MHz 263,825 MHz DoD
18 25 kHz 263,675 MHz 263,875 MHz 263,725 MHz 263,925 MHz DoD
19 5 kHz 243,915 MHz 243,995 MHz 244,075 MHz 244,155 MHz Air Force
20 5 kHz 243,925 MHz 244,005 MHz 244,085 MHz 244,165 MHz Air Force
21 5 kHz 243,935 MHz 244,015 MHz 244,095 MHz 244,175 MHz Air Force
22 5 kHz 243,945 MHz 244,025 MHz 244,105 MHz 244,185 MHz Air Force
23 5 kHz 243,955 MHz 244,035 MHz 244,115 MHz 244,195 MHz Air Force
24 5 kHz 243,965 MHz 244,045 MHz 244,125 MHz 244,205 MHz Air Force
25 5 kHz 243,975 MHz 244,055 MHz 244,135 MHz 244,215 MHz Air Force
26 5 kHz 243,985 MHz 244,065 MHz 244,145 MHz 244,225 MHz Air Force
27 5 kHz 248,845 MHz 248,975 MHz 249,105 MHz 249,235 MHz Air Force
28 5 kHz 248,855 MHz 248,985 MHz 249,115 MHz 249,245 MHz Air Force
29 5 kHz 248,865 MHz 248,995 MHz 249,125 MHz 249,255 MHz Air Force
30 5 kHz 248,875 MHz 249,005 MHz 249,135 MHz 249,265 MHz Air Force
31 5 kHz 248,885 MHz 249,015 MHz 249,145 MHz 249,275 MHz Air Force
32 5 kHz 248,895 MHz 249,025 MHz 249,155 MHz 249,285 MHz Air Force
33 5 kHz 248,905 MHz 249,035 MHz 249,165 MHz 249,295 MHz Air Force
34 5 kHz 248,915 MHz 249,045 MHz 249,175 MHz 249,305 MHz Air Force
35 5 kHz 248,925 MHz 249,055 MHz 249,185 MHz 249,315 MHz Air Force
36 5 kHz 248,935 MHz 249,065 MHz 249,195 MHz 249,325 MHz Air Force
37 5 kHz 248,945 MHz 249,075 MHz 249,205 MHz 249,335 MHz Air Force
38 5 kHz 248,955 MHz 249,085 MHz 249,215 MHz 249,345 MHz Air Force
39 5 kHz 248,965 MHz 249,095 MHz 249,225 MHz 249,355 MHz Air Force

Erweiteter UFO-Bandplan

Auf den weit östlichen Satellitenpositionen 71,1° und 72,6°Ost, wurden die letzten beiden UFO-Satelliten UFO F10 und UFO F11 dieser Serie für die IOR-Versorgung positioniert. Beide Satelliten sollen als Besonderheit zu den bekannten 4 Bandplänen mit jeweils 39 UHF-Transpondern, zusätzlich 10 weitere UHF-Transponder pro Satellit nutzen.
Peter S. de Deugd und Nils von Storch sind gleichermaßen die Entdecker der Transponder-Frequenzen.

UFO-Satelliten
Transponderbereiche

UFO F10 / UFO F11

251,850 - 252,150 MHz

251,900 / 252,000 MHz

253,550 - 253,850 MHz

253,600 / 253,700 MHz

255,250 - 255,550 MHz

255,400 MHz

256,850 - 257,150 MHz

256,900 / 257,000 / 257,100 MHz

258,350 - 258,650 MHz

258,500 MHz

261,400 - 261,950 MHz

261,925 MHz (Bandplan Papa)

262,000 - 262,550 MHz

262,000 / 262,050 MHz

263,500 - 264,050 MHz

263,600 / 263,700 MHz

265,250 - 265,550 MHz

265,400 / 265,500 MHz

266,750 - 267,050 MHz

266,900 MHz

268,150 - 268,450 MHz

268,200 / 268,300 / 268,400 MHz

269,650 - 269,950 MHz

269,700 / 269,800 MHz

Skynet und NATO

Die Skynet-Satelliten sind geostationäre militärische Nachrichtensatelliten von Großbritannien, für die Verbindung zwischen den USA und den anderen NATO-Ländern. Mit Skynet 1A hatte man 1969 den Aufbau des Satellitensystems begonnen. Die ersten drei Skynet-4-Satelliten A, B und C der 4. Satellitengeneration, wurden durch British Aerospace 1988 gebaut. Diese sind mit 2 Transponder im P-Band und 3 Transponder im X-Band bestückt. Die beiden schmalbandigen P-Band Lineartransponder haben eine Bandbreite von je 25 kHz und eine Sendeleistung von 40 Watt. Die Skynet-4-Satelliten D, E und F haben eine Sendeleistung von 50 Watt ihrer P-Band Lineartransponder.

Skynet-4

Transponder Frequenzbereiche der Skynet-4-Satellitenserie
253,800 - 254,200 MHz
257,300 - 257,700 MHz

 

NATO 4A

NATO 4B / Skynet 4A Skynet 4B Skynet 4C

254,100 MHz

253,950 MHz 254,150 MHz 254,200 MHz

257,600 MHz

257,450 MHz 257,650 MHz 257,550 MHz (vorher 257,325 MHz)

 

Skynet 4D Skynet 4E Skynet 4F

254,125 MHz (vorher 253,875 MHz)

254,150 MHz (vorher 254,050 MHz) 253,800 MHz

257,425 MHz (vorher 257,300 MHz)

257,650 MHz (vorher 257,550 MHz) 257,425 MHz (vorher 257,500 MHz)

Am 11.März 2007 wurde der erste Satellit Skynet 5A der 5. Satellitengeneration mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet. Alle britischen Skynet-5-Satelliten besitzen 15 X-Band und 5 P-Band (38 kHz) Transponder. Einer der 38-kHz-Transponder kann auch aufgeteilt werden, so das 5 schmalbandig Transponder entstehen und es dann insgesamt 9 Transponder sind. Am 14.November 2007 wurde der zweite Satellit Skynet 5B ebenfalls mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet. Noch während des Transfer-Orbits hat Paul J. Marsh, G7EYT/M0EYT alle P-Band Transponder gefunden. Am 13.Juni 2008 wurde der letzte Satellit der 5. Satellitengeneration, Skynet 5C mit einer Ariane 5 Trägerrakete in den GEO gebracht.

Skynet-5

Transponder
Bandbreite
Skynet 5A Skynet 5B Skynet 5C
Transponder Frequenz Transponder Frequenz Transponder Frequenz
8 kHz 249,480 MHz 249,450 MHz 249,500 MHz
8 kHz 249,500 MHz 250,140 MHz
(vorher 249,500 MHz)
249,550 MHz
8 kHz 249,530 MHz
(vorher 250,130 MHz)
250,150 MHz
(vorher 249,900 MHz)
249,880 MHz
8 kHz 249,550 MHz
(vorher 250,200 MHz)
250,160 MHz
(vorher 250,180 MHz)
249,900 MHz
38 kHz 245,850 MHz
(vorher 245,800 MHz)
247,380 MHz
(vorher 245,200 MHz)
245,800 MHz
(vorher 245,900 MHz)
8 / 38 kHz 249,850 MHz 250,180 MHz
(vorher 249,950 MHz)
250,100 MHz
38 kHz 253,930 MHz 254,830 MHz
(vorher 253,990 / 254,730 MHz)
249,920 MHz
(vorher 254,730 MHz)
38 kHz 256,450 MHz
(vorher 257,700 MHz)
257,900 MHz 256,600 MHz
38 kHz 261,280 MHz
(vorher 261,200 MHz)
261,150 MHz
(vorher 262,500; 260,250; 261,100 MHz)
262,200 MHz
(vorher 261,350; 261,100 MHz)

SICRAL

SICRAL 1 (Sistema Italiana de Communicazione Riservente Allarmi) wurde zusammen mit Skynet 4F am 07.Februar 2001 mit einer Ariane 4 Trägerrakete gestartet. SICRAL 1 ist der erste italienische Satellit für militärische Kommunikation der italienischen Streitkräfte. Am 20.April 2009 wurde mit einer Zenit-3SL Trägerrakete von der mobilen Sea Launch Plattform im pazifischen Ozean, der zweite Satellit SICRAL 1B gestartet. Beide SICRAL Satelliten sind mit 3 P-Band, 5 X-Band und 1 Ka-Band Transponder ausgestattet. Die Besonderheit ist, daß zwischen den P-Band und X-Band Transpondern ein Interlink besteht. Ronald Rensen von Mysteryship ist der Entdecker der P-Band Transponder des SICRAL 1B. Wo der SICRAL 1 einen scheinbar zusammenhängenden P-Band Transponder mit einer Breite von 150 kHz hat, besteht der Nachfolger SICRAL 1B wohl aus einzelnen 37 kHz P-Band Transpondern, welche durch Lücken getrennt sind.

SICRAL 1

SICRAL 1 SICRAL 1B
Transponder Frequenzband Transponder Frequenzband
252,200 - 252,350 MHz 252,400 - 252,550 MHz
258,150 - 258,300 MHz 259,975 - 260,125 MHz
267,100 - 267,250 MHz 267,875 - 268,100 MHz

 

Transponder
Bandbreite
SICRAL 1 SICRAL 1B
Transponder Frequenz Transponder Frequenz
25 / 37 kHz 252,225 MHz 252,400 MHz
25 / 37 kHz 252,250 MHz 252,450 MHz
25 / 37 kHz 252,275 MHz 252,500 MHz
25 / 37 kHz 252,300 MHz 252,550 MHz
25 / 37 kHz 252,325 MHz 252,600 MHz
25 / 37 kHz 258,175 MHz 259,975 MHz
25 / 37 kHz 258,200 MHz 260,025 MHz
25 / 37 kHz 258,225 MHz 260,075 MHz
25 / 37 kHz 258,250 MHz 260,125 MHz
25 / 37 kHz 258,275 MHz 260,175 MHz
25 / 37 kHz 267,125 MHz 267,875 MHz
25 / 37 kHz 267,150 MHz 267,925 MHz
25 / 37 kHz 267,175 MHz 268,000 MHz
25 / 37 kHz 267,200 MHz 268,050 MHz
25 / 37 kHz 267,225 MHz 268,100 MHz

ComSatBw

Am 01.Oktober 2009 wurde der erste deutsche militärische Kommunikationssatellit der Bundeswehr ComSatBw 1 mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet. Die ComSatBw Serie ist mit 5 P-Band und 4 X-Band Transpondern ausgestattet. Mit einem Satellitensystem von zwei geostationär positionierten Satelliten, will die Bundeswehr ein Gebiet von Amerika bis nach Ost-Asien abdecken. Die Satelliten werden für die Kommunikation der entlegenen Truppen wie z.B. auf dem Balkan, am Horn von Afrika oder in Afghanistan zum Hauptquartier in Potsdam verwendet. Die Nutzungsdauer liegt in einem Zeitrahmen von 15 Jahren. Der zweite Satellit ComSatBw 2 ist am 22.Mai 2010 ebenfalls mit einer Ariane 5 Trägerrakete gestartet worden.
Ronald Rensen von Mysteryship ist der Entdecker der P-Band Transponder des ComSatBw 1.

ComSatBw

Transponder
Bandbreite
ComSatBw 1 ComSatBw 2
Transponder Frequenz Transponder Frequenz
38 kHz 244,275 MHz
(vorher 243,625; 244,975 MHz)
243,625 MHz
(vorher 244,975 MHz)
38 kHz 249,400 MHz
(vorher 248,750; 248,175; 253,750 MHz)
248,750 MHz
(vorher 249,400 MHz)
38 kHz 251,775 MHz
(vorher 254,775; 250,900 MHz)
250,900 MHz
38 kHz 255,775 MHz
(vorher 255,500; 255,450 MHz)
254,775 MHz
(vorher 255,775 MHz)
38 kHz 259,425 MHz
(vorher 259,250 MHz)
259,150 MHz
(vorher 259,425 MHz)

SDS und DSP

Die SDS-Satelliten (Satellite Data System) sind ein Satellitensystem der U.S. Air Force, zum Einsatz für die Versorgung der nördlichen Polargebiete. Geostationäre Satelliten sind auf Grund der geringen Elevation, in diesen Gebieten schlecht bzw. oberhalb vom 82. Breitengrades überhaupt nicht mehr zu empfangen. Die Hauptaufgabe der SDS-Satelliten ist es als Echtzeit-Datenrelais zu arbeiten, um Aufklärungsfotos von den umlaufenden KeyeHole Spionagesatelliten zum Boden zu leiten. Außerdem sollen sie auch nukleare Explosionen mit Hilfe von Infrarot-Sensoren entdecken können.
Von den insgesamt fünf Satelliten der 3.Satellitengeneration, befindet sich der SDS 3-F2 (USA 155) auf 10° West und der SDS 3-F3 (USA 162) auf 143° West, in einer geostationären Position. Der SDS 3-F1 (USA 137), SDS 3-F4 (USA 179) und der SDS 3-F5 (USA 198) ist hingegen in einem HEO (Highly Elliptical Orbit) bzw. einer Molnija (stark elliptischen) Umlaufbahn, die eine Bahnneigung (Inklination) von 63,4° besitzt. Von der 2.Satellitengeneration ist noch der SDS 2-F4 aktiv in einem HEO. Natürlich werden normal von NORAD keine Keplerelemente von den eigenen Militärsatelliten herausgegeben, so daß man zu den selbst erstellten Bahnelementen der "Späher-Jäger" greifen muß.
Die SDS-Satelliten sind keine klassischen 2-Wege-Kommunikationssatelliten, sie haben vielmehr einen Downlink, wo nur Datenübertragungen stattfinden können. Weiter sind die SDS-Satelliten für unterschiedlichen UHF-Bandbreiche ausgelegt. Der SDS 2-F4 (USA 125) und der SDS 3-F1 (USA 137) besitzen einen 65 kHz breiten Downlink im Air Force Bereich (AFSATCOM) im so genannten Bandplan Delta, wo mehr als 20 schmalbandige Datensignale mit 75 bps übertragen werden. Die Satelliten SDS 3-F2 (USA 155), SDS 3-F3 (USA 162), SDS 3-F4 (USA 179) und SDS 3-F5 (USA 198) , haben mehrere Downlinks im Fleet Broadcast Bereich.

SDS 2

Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenzband
Transponder
Benutzer
65 kHz 243,695 - 243,760 MHz SDS 2-F4 (USA 125) im HEO
SDS 3-F1 (USA 137) im HEO

Die DSP-Satelliten (Defense Support Program) gehören zum Frühwarnsystem der USA. Diese geostationären Satelliten sind mit hochempfindlichen Infrarot-Sensoren ausgestattet, womit sie in der Lage sind, nahezu alle Raketenstarts auf der Welt zu melden. Das Satellitensystem liefert ständig Warndaten über Kommunikationslinks zu NORAD und zur U.S. Weltraumkommandozentrale in den Cheyene Mountains.

Die Satellitensysteme SDS 3 und DSP sollten nach den Angaben der ITU Master Frequency List, die folgenden Downlinkfrequenzen des Fleet Broadcast Bereiches nutzen.

Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenz
Transponder
Benutzer
25 kHz 250,075 MHz

SDS 3-F3 (USA 162) im GEO

25 kHz 250,200 MHz

Skynet 5A

25 kHz 250,225 MHz  
25 kHz 251,275 MHz

SDS 3-F5 (USA 198) im HEO

25 kHz 251,300 MHz  
25 kHz 251,325 MHz

SDS 3-F2 (USA 155) im GEO

25 kHz 251,700 MHz

SDS 3-F4 (USA 179) und SDS 3-F5 (USA 198) im HEO

25 kHz 256,375 MHz

SDS 3-F4 (USA 179) und SDS 3-F5 (USA 198) im HEO

25 kHz 256,475 MHz

SDS 3-F3 (USA 162) im GEO

25 kHz 257,825 MHz  
25 kHz 258,775 MHz

SDS 3-F2 (USA 155) im GEO

25 kHz 258,800 MHz

SDS 3-F5 (USA 198) im HEO

25 kHz 260,950 MHz  
25 kHz 262,675 MHz

SDS 3-F2 (USA 155) im GEO

25 kHz 263,225 MHz  
25 kHz 263,250 MHz

SDS 3-F3 (USA 162) im GEO

25 kHz 263,375 MHz  
25 kHz 267,550 MHz

SDS 3-F3 (USA 162) im GEO

25 kHz 267,575 MHz  
25 kHz 267,800 MHz  
25 kHz 267,825 MHz  
25 kHz 268,675 MHz

SDS 3-F2 (USA 155) im GEO

25 kHz 268,700 MHz  
25 kHz 268,925 MHz  
25 kHz 268,950 MHz  

MILSTAR

Die MILSTAR-Satelliten (Military Strategic and Tactical Relay) sind die wichtigsten geostationären Kommunikationssatelliten für das U.S.-Militär. Sie übertragen die wesentliche Kommunikation für Befehle und Steuerung der strategischen und taktischen Kräfte, von allen Niveaus in einen Konflikt. Der AFSATCOM Bereich wird bei den MILSTAR-Satelliten für die Verbreitung von EAM (Emergency Action Message) genutzt. Dies sind vorformatierte Befehle, für die leitfähigen nuklearen Kräfte zur Ausführung von Angriffen oder Gegenmaßnahmen in einem nuklearen Krieg. Seit 1994 wurden bis heute sechs MILSTAR-Satelliten in einen GEO gebracht. Mit der geplanten Konstellation von vier geostationären Satelliten, würde es eine weltweite Abdeckung zwischen den Breitengraden 65° Süd und 65° Nord geben. Die MILSTAR 1 und 2 Serie hat jeweils einen 40 kHz breiten Downlink im Air Force Bereich (AFSATCOM II-R) und einen einzigen Fleet Broadcast Transponder pro Satellit. Insgesamt soll ein MILSTAR-Satellit 37 separate Downlinks haben.

MILSTAR 2

Transponder
Bandbereich
Transponder
Frequenzbereich
Transponder
Sendeleistung
AFSATCOM 243,700 - 244,500 MHz 30 Watt
Fleet Broadcast 250,400 - 253,100 MHz 50 Watt

 

Transponder
Bandbreite
MILSTAR 1-F1 MILSTAR 2-F3
Transponder Frequenz Transponder Frequenz
40 kHz 243,805 - 243,845 MHz 243,765 - 243,805 MHz
25 kHz 253,500 MHz 253,425 MHz (vorher 253,400 MHz)

Leasat

Transponder
Kanal
Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenz
Bandplan: Whiskey
Transponder
Kanal
Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenz
Bandplan: Yankee
09 5 kHz 243,855 MHz 03 36 kHz 252,050 MHz
10 5 kHz 243,860 MHz 04 36 kHz 253,750 MHz
11 8 kHz 243,875 MHz 05 36 kHz 255,450 MHz
12 8 kHz 243,900 MHz 06 36 kHz 257,050 MHz
13 8 kHz 243,910 MHz 07 36 kHz 258,550 MHz
- - - 08 36 kHz 265,450 MHz

DSCS

Die DSCS-Satelliten (Defense Satellite Communications System) sind militärische geostationär positionierte Kommunikationssatelliten der USA. Sie dienen für die Kommunikation zwischen den Dienststellen in den USA und den weltweit verteilten Militärstützpunkten. Die DSCS 3 Satelliten besitzen einen einzigen SCT (Single Channel Transponder ) im Air Force Bereich (AFSATCOM), als sekundäres Kommunikationssystem. Nach verschiedenen Angaben sollen die DSCS-Satelliten u.a. im Bandplan Delta aktiv sein, wie ihn auch schon die SDS-Satelliten im HEO nutzen. Es gibt aber auch noch den Bandplan Echo, der im Moment von keinen anderen UHF-Satelliten genutzt wird. In einer Frequenzliste fand ich die Frequenz 242,500 MHz für den DSCS 3-F5 (USA 78), welche dann schon in einem Volna Band liegen würde. Zusätzlich zum UHF besitzen die DSCS 2 Satelliten noch 2 Transponder und die DSCS 3 Satelliten noch 6 Transponder im X-Band.

DSCS

Transponder
Frequenz
Transponder
Benutzer
242,500 MHz DSCS 3-F5 (USA 78)

 

Transponder
Kanal
Transponder
Bandbreite
Transponder
Frequenz
Bandplan: Delta
Transponder
Frequenz
Bandplan: Echo
1 5 kHz 243,695 MHz 243,855 MHz
2 5 kHz 243,705 MHz 243,865 MHz
3 5 kHz 243,710 MHz 243,870 MHz
4 5 kHz 243,715 MHz 243,875 MHz
5 5 kHz 243,720 MHz 243,880 MHz
6 5 kHz 243,725 MHz 243,885 MHz
7 5 kHz 243,730 MHz 243,890 MHz
8 5 kHz 243,735 MHz 243,895 MHz
9 5 kHz 243,740 MHz 243,900 MHz
10 5 kHz 243,745 MHz 243,905 MHz
11 5 kHz 243,750 MHz 243,910 MHz
12 5 kHz 243,760 MHz 243,920 MHz

Volna

Das russische Volna (dt. Welle) Kommunikationssystem ist das militärische Gegenstück zum UHF-SatCom der westlichen Welt. Es arbeitet in den Bereichen für den Uplink von 335-400 MHz und von 240-322 MHz für den Downlink. Volna sind keine eigenständigen Satelliten, sondern viel mehr Nutzlasten an russischen Militärsatelliten. Hauptsächlich kann man es an den geostationären Raduga (dt. Regenbogen) Satelliten finden. Die geeigneten Positionen für Europa sind auf 44,5° Ost mit dem Raduga 1-5 und auf 70,2° Ost mit dem Raduga 1M-1.

Frequenzbereiche
240,000 - 242,875 MHz
243,125 - 243,520 MHz
244,300 - 248,580 MHz
259,920 - 260,120 MHz
261,050 - 261,250 MHz
262,850 - 263,150 MHz
264,250 - 265,150 MHz
270,075 - 275,000 MHz
280,000 - 292,805 MHz
311,350 - 316,572 MHz
317,500 - 322,000 MHz

NOSS 2 und Singleton

Die NOSS-Satelliten gehören zum so genannten "Naval Ocean Surveillance System", kurz NOSS. Diese besitzen ein Millimeterwellen-Radar um damit durch Hilfe von Radio-Interferometrie Schiffe lokalisieren zu können. Die Eigentliche Aufgabe dieser Satelliten ist aber geheim. Die zweite Satellitenserie besteht aus einen Cluster von drei durch Seilen verbundenen Satelliten, die sich in einer Dreiecks-Formation als umlaufende LEO-Satelliten um die Erde bewegen. Wenn sie sich über West-Europa befinden wird der UHF-Downlink aktiviert.

NOSS 2

Signal-Bandbreite Modulation Frequenz Satellit
60 kHz PSK 250,150 MHz NOSS 2-2 (C) (USA 74) im LEO
NOSS 2-2 (D) (USA 76) im LEO
NOSS 2-2 (E) (USA 77) im LEO
60 kHz PSK 250,150 MHz NOSS 2-3 (D) (USA 120) im LEO
NOSS 2-3 (C) (USA 121) im LEO
NOSS 2-3 (E) (USA 122) im LEO

Die Singleton-Satellitenserie gehört zum "Wide Area Surveillance System", kurz WASS der USAF. Diese LEO-Satelliten besitzen eine Radarantenne mit einem Durchmesser von 10 Meter. Wie auch bei den NOSS-Satelliten wird bei ihnen über West-Europa der UHF-Downlink aktiviert.

Singleton

Signal-Bandbreite Modulation Frequenz Satellit
25 kHz PSK 258,150 MHz Singleton 3 (USA 81) im LEO

Mitschnitte über UHF Militär Satelliten

MilSatCom:

Operation Noble Endeavor, Sicherheit für den NATO-Gipfel 2008 in Bukarest am 03.04.2008 von 12:12-13:25MESZ FltSatCom-8 auf 261,450MHz
Am Tag 2 vom NATO-Gipfel hat es sich um direkte Kommunikantion über Satellit gehandelt.
Operation Noble Endeavor, Sicherheit für den NATO-Gipfel 2008 in Bukarest am 04.04.2008 von 14:45-19:30MESZ FltSatCom-8 auf 261,450MHz
Am Tag 3 vom NATO-Gipfel wurde die komplette lokale Kommunikation nur über Satellit weitergeleitet.
Sicherung des Luftraums per AWACS für den EU-USA-Gipfel 2008 in Brdo, Slowenien am 10.06.2008 von 11:53-16:47MESZ FltSatCom 8 auf 261,675MHz

Radiosender:

Radiosender "Buenaventura de Caracol" auf 269,737MHz (Originalfrequenz 103,5MHz) über einen UFO-Satelliten der AOR
Radiosender "Radio Nueva Creacion" auf 261,400MHz über FltSatCom-8
Jingle des Radiosenders "Radio Kirios" auf 268,350MHz über einen UFO-Satelliten der AOR
Jingle des Radiosenders "Radio Pop via de Colón" auf 254,097MHz (Originalfrequenz 102,5MHz) über NATO 4A
Musik des Radiosenders "Radio Pop via de Colón" auf 254,097MHz (Originalfrequenz 102,5MHz) über NATO 4A
Jingle des Radiosenders "Radio Colina" auf 265,347MHz über einen UFO-Satelliten der AOR
Jingle des Radiosenders "Radyo ng Bayan" auf 253,400MHz über MILSTAR 2-F3

SatCom-Piraten:

Deutsche Runde mit Satcom-Piraten am 24.08.2005 auf 258,175MHz über SICRAL
Deutschsprachige Satcom-Piraten Alois, Harry, Max und Walter, die ihre Reichweite illegal durch einen geostationären Satelliten um einige tausend Kilometer erweitern wollen.

AM-Flugfunk mit italienischen Akzent am 23.10.2007 von 18:18-18:39MESZ FltSatCom-8 auf 261,850MHz

Links zum Thema UHF Militär Satelliten

Listen als PDF-Dateien

Frequenzliste: UHF MilSat im GEO, HEO und LEO (Update: 20.08.10)
UHF MilSat Bänder (Update: 20.08.10)


letzte Änderung: 20.08.2010

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